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Ein Schicksal auf Rädern 07
Datum: 23.05.2026, Kategorien: Fetisch
... das brutale Akzeptieren einer Wahrheit: Sie waren Gefangene geworden -- nicht der Männer, nicht der Farm, sondern ihrer eigenen Triebe. Dazu verdammt, dies immer wieder zu widerholen. Die Bedienstete kehrte mit Handtüchern unter ihrem Arm zurück. „Der befüllte Planwagen wird bereit stehen, wenn sie fertig sind", sagte sie tonlos und verschwand, als hätte sie Geister gesehen. Friedrich blieb zurück, sein Blick an Anna haftend, die halb im Schlaf, halb im Tagtraum im Bottich verweilte. Er spürte, wie etwas in ihm kochte -- keine Lust, sondern eine giftige Mischung aus Verzweiflung und dem Drang, alles auszulöschen, was seit der Kutschfahrt geschehen war. Doch als er sich abwandte, fiel sein Auge auf Annas Hand, die im Tagtraum wieder den Vertrag vom Boden an sich genommen und fest umklammert hatte. In diesem Moment wusste er: Es gab kein Zurück. Nur ein Vorwärts -- durch die Asche dessen, was sie bereits geopfert hatten. Der Planwagen ruckelte langsam über die staubige Präriestraße, die Räder knarrten im Rhythmus von Friedrichs unruhigen Gedanken. Anna saß neben ihm, die Sonne funkelte in ihren noch immer zerzausten weizenblonden Haaren, während Jakob friedlich zwischen Säcken mit Saatgut, Konservendosen, Brettern und Werkzeugen schlummerte. Die Luft roch nach frischem Holz und dem scharfen Duft von Eisenwerkzeugen, doch unter all dem lag ein Beigeschmack von etwas Unausgesprochenem. Friedrichs Hand umklammerte die Zügel, während seine andere Annas Finger ...
... festhielt, als könnte er sie so an die Wirklichkeit ketten. „Wieso stand keine Summe in der Hypothek?", wagte er endlich zu fragen, seine Stimme wurde beinahe von der Windstille verschluckt. Anna drehte den Kopf, ihr Lächeln war sanft, doch ihre Augen glitzerten wie Stahl unter einer Eisschicht. „Weil es keine Summe gibt, Liebster. Nur eine... `Regelmäßigkeit`. Jeden ersten Samstag im Monat wiederholen wir die letzte Nacht bei uns in der Farm als Zinsesvergütung -- bis die Hypothek in spätestens fünf Jahren abbezahlt ist." Friedrichs Griff um die Zügel verstärkte sich. Ein Teil von ihm -- der Teil, der nachts heimlich an seine Erniedrigung dachte -- jubelte leise. Der andere Teil, der Ehemann, der Hausvorstand, der Vater, wollte protestieren und schreien. Doch bevor er antworten konnte, hörte er das vertraute Klappern von Hufen, dass sie seit beginn der Fahrt wie ein Schatten verfolgte. Elias Carter ritt neben dem Wagen her, sein gesatteltes Pferd warf Staubwolken auf, die im Licht golden schimmerten. Der Schneider trug ein lässiges Lächeln, doch sein Blick hing an Anna, als wäre sie ein Kleidungsstück, das er noch fertig zuschneiden musste. „Keine Sorge, Mr. Weber", rief er, als er Friedrichs angespanntes Gesicht sah. „Meine Vermittlungsgebühr fordere ich erst auf der Farm ein. In eurem... `Ehebett`. Ich mag es... gemütlicher." Er ließ jede Silbe auf seiner Zunge zergehen und kostete den Moment förmlich aus, während Friedrichs Eingeweide sich vor Eifersucht ...