1. Ein Schicksal auf Rädern 07


    Datum: 23.05.2026, Kategorien: Fetisch

    ... verschleiert von der Müdigkeit und etwas, das wie ein fernes Echo von Triumph wirkte. Mechanisch führte sie das Kind an ihre rotgeschlagene und wundgeknabberte Brust.
    
    Er bemerkte, wie die `Bissspuren` auf ihrer Schulter im Rhythmus von Jakobs Saugen zuckten, als würden sie atmen. Ihr Körper war ein Archiv aus Niederlagen und Siegen, und Friedrich begann zu begreifen, dass auch er Teil dieses Archivs geworden war.
    
    Die Bedienstete trug mit einem Buttler einen dampfenden Badebottich herein, und kippten noch mehrere Eimer heißes Wasser hinein. Ihr Gesichter waren eine Maske aus Gleichgültigkeit, als sie Badeuntensilien neben dem Bottich abstellten. „Wasser ist heiß", murmelte die ältere Dame verlegen und beide verschwanden wieder so schnell, wie sie gekommen waren. Friedrich nickte stumm, seine zitternden Hände waren bereits damit beschäftigt, Kräuter ins Wasser zu streuen -- Lavendel, um den Geruch von dem Schweiß und Samen der drei Geschäftsmänner zu vertreiben. `Er wollte wieder seine reine Anna zurück, damit man sie aufs neue besudeln konnte.` Hatte er das gerade wirklich gedacht, fragte er sich im Schwindel seiner aufkeimenden Gefühle.
    
    Noch befangen mit seinen widersprüchlichen Empfindungen drehte er sich um und fand Annas Blick auf sich gerichtet. Sie sagte nichts, doch in ihren Augen lag eine Frage, die er nicht deuten konnte. Vielleicht war es Dankbarkeit. Vielleicht Verachtung. Friedrich kümmerte es im Augenblick nicht. Er hob sie vorsichtig hoch, ihre nackte ...
    ... Haut berührte glühend seine kalte Brust, und trug sie zum Bottich. Danach legte er seinen gesättigten Sohn in seine Wiege zurück.
    
    „Wir haben doch gewonnen", flüsterte er, als er wieder bei seiner Frau war, mehr zu sich selbst als zu ihr, während er einen Schwamm über ihre Schulter strich. Das Wasser färbte sich allmählich trübe, doch die farbigen Spuren auf ihrer Haut blieben -- stumme Zeugen eines Pakts, den weder Reinigung noch Reue löschen konnten.
    
    Anna lehnte sich entspannt zurück, ihr Atem beruhigte sich, während Friedrichs Finger sanft die Spermaspuren von ihren Beinen wuschen. Er spürte, wie etwas in ihm `nachgab` -- nicht Scham, nicht Wut, sondern die lastende Erkenntnis, dass dies ihr neuer Alltag war. Ein Alltag, in dem Erniedrigung und Macht zwei Seiten derselben verdrehten Münze waren.
    
    Als Jakob ein wenig quängelte, schaukelte Friedrich seine Wiege leicht und als er wieder einschlief, lag Anna weiter regungslos im Wasser, ihre Augen hielt sie geschlossen, ihr Gesicht wirkte wie eine Maske aus Erschöpfung und volkommenen Frieden. Friedrich setzte sich neben den Bottich, sein Blick auf das Wasser gerichtet, wo die getrockneten Samen sich aus Annas Körper gelöst hatten und auf der Oberfläche trieben. Die Korpersäfte -- der Männer und das seiner Frau -- verschwamm leicht im Morgenlicht, als würde ihr Korper selbst die Last nicht mehr tragen können.
    
    Doch er spürte keine Angst mehr. Nur ein dumpfes `Grollen` von etwas, das weder Liebe noch Hass war, sondern ...
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