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Abends im Hotel
Datum: 24.05.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... und schon war Silvester wieder abgehakt. Anschließend saß ich im Wohnzimmer meines Bekannten, und da saß sie neben mir. Alle anderen gingen recht schnell ins Bett, waren viel zu betrunken. Ich trinke nie viel, aber ein wenig angesäuselt war ich schon -- sie auch. Und so kamen wir ins Gespräch." "Um was ging's?" frage ich weiter. "Ach, zunächst um Belanglosigkeiten. Dann um die jeweiligen Lebensentwürfe, was man noch vorhat, was man verpasst hat. Sowas halt." "War sie interessant?" "Die Unbekannte? -- Sagen Sie mal, sie fragen mich ja aus! Aber ja, sie war in gewisser Hinsicht interessant. Sie hatte ungefähr Ihre Statur, war so der Jeans-und-Pulli-Typ. Hatte schon etwas von der Welt gesehen, bewahrte sich aber eine gewisse Naivität über ihre weiteren Lebenspläne." "Wurde es zischen Ihnen intimer?" "Was?!? Äh, nein, tatsächlich nicht, Irgendwann sind wir nebeneinander eingeschlafen. Als ich zwischendurch aufgewacht bin, suchte ich mir einen bequemeren Schlafplatz. Die ganze Nacht im Sitzen schlafen ist nichts für mich." "Das ist wohl für niemanden was." schloss ich. "Sehen Sie: schon haben wir ein doch ganz spannendes Gespräch, oder?" "Naja, sooo spannend bin ich nicht. Aber was ist mit Ihnen: wann hatten Sie zuletzt eine interessante Begegnung?" "Das hatte ich mich auch gefragt, bevor Sie aufgetaucht sind. Irgendwie lernt frau mit der Zeit, Menschen zu lesen. Manche benehmen sich wie ihr eigener Stereotyp. Oder sie stehen auf Dinge, die ich ...
... nicht mag. Oder, oder oder." "Und welche Dinge mögen Sie an anderen nicht? Nein, besser: was mögen Sie an anderen?" "Hmmm..." mache ich. Nun bringt mich der Typ zum Nachdenken. Das wird ja noch richtig nett! "Humor... Eloquenz... Intelligenz, ganz allgemein... Attraktivität... Joah... So, in etwa. Das sind Dinge, die ich mag." "Wenn ich das sagen darf: das sind aber auch ganz schöne Ansprüche an andere." "Niveaulos können viele andere." Ich nehme den letzten Schluck von meinem Bier und beobachte ihn dabei. Er blickt zurück, weicht meinem Blick nicht aus. "Wäre es niveaulos, Ihnen einen Drink anzubieten?" "Was härteres? Ganz und gar nicht! Es sei denn, es ist Jim Beam." Daraufhin lacht er kurz, aber herzlich: "Nein! Das war nun wirklich nicht mein Plan. Ich habe gesehen, hinten an der Wand stehen ganz viele verschiedene Grappas. Wie wäre es damit? Testen Sie doch mit mir ein paar durch." "Gleich ein paar? Aber klar, sonst gäbe es keinen Vergleich. OK, ich bin dabei. Aber noch einen Vorschlag: wir nehmen dort hinten an einem der kleinen Tische Platz. Allmählich wird der Barhocker doch ungemütlich." "Das klingt gut. Ich bin übrigens Kilian. Wenn dir das zu hochgestochen ist, nenn mich Kyle." "Valerie. Angenehm. Aber denke doch nicht so schlecht über deinen Namen! Kilian klingt toll und wirkt erhaben! Kilian. Kilian." Ich lasse mir den Namen auf der Zunge zergehen. "Kilian. Ja, doch. Das passt zu dir." Kilian grinst leicht. Offenbar war das für ...