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Flash me, kiss me, f me. Chapter 1: Charly
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Verführung
... Hochschulabschlüsse eigentlich nie das Gefühl hatte, irgendwo angekommen zu sein. Charly hat mir geholfen, Licht in die Wirren meiner Existenz zu bringen. Die Diagnose lautete umgangssprachlich ausgedrückt "hochfunktionaler Autismus mit einer gehörigen Prise ADHS". Vereinfacht bedeutet HFA nur, dass Betroffene ihre autismusbedingten Herausforderungen im Alltag mehr oder weniger gut kaschieren zu können, oft sogar gegenüber dem engsten privaten Umfeld. Der Preis dafür ist oft ständige Erschöpfung, wobei auch die ADHS-Komponente sich auch nicht gerade als hilfreich ist. Charly ist selbst auch neurodivergent, sie hat ADHS und geht damit sehr offensiv um. Möglicherweise waren die ungeordneten bunten Puzzleteile in unseren Köpfen die Gemeinsamkeit, weshalb wir uns sofort gut verstanden. In einer unserer Therapie-Sitzungen erzählte ich ihr von meinem Hobby, ein Fotostudio zu betreiben. Ich berichtete von meiner geradezu kindlichen Freude, für Hochzeitspaare individuell auf sie abgestimmte, perfekte Szenarien zu kreieren und damit einzigartige Bilder zu schaffen. Manche Paare haben sich mit mir zusammen immer weiter in meine Ideen hineingesteigert und sich auch auf erotische Experimente eingelassen. Gemeinsam haben wir Bilder erschaffen, die ihre Vertrautheit auf sehr intimen einer Ebene zeigen. Selbstverständlich waren diese Bilder definitiv nicht für die Augen der Verwandtschaft bestimmt, schließlich kann man Arbeitstitel wie "Zungenküsse mit feuchten Lippen" durchaus ...
... unterschiedlich interpretieren. Für einige wenige Bilder habe ich die Freigabe der Kunden erhalten, diese in persönlichen Gesprächen zeigen zu dürfen, um beispielsweise potenziellen Neukunden meine Arbeit zu präsentieren. In der Regel handelte es sich um Bilder, auf denen die Personen in nicht allzu intimer Situation abgelichtet waren oder aber im Gegenteil in besonders intimen Situationen posierten, aber für Dritte nicht erkennbar waren. Manche Bilder darf ich auch im Inneren meines Studios ausstellen. Da ich grundsätzlich keine Fotoaufträge mit Minderjährigen annehme, war das kein Problem. Auch Charly hatte ich diese Bilder gezeigt. Sie mochte von meinem Stil sehr. Ich berichtete Charly aber auch - denn das war ja der eigentliche Sinn unserer Sitzungen - von meinen Schwierigkeiten, mit den Menschen an sich umzugehen, von meinen gelegentlichen Problemen, Stimmungslagen richtig zu deuten und sozialadäquat zu reagieren. Charlys Vorschlag, mich auf meine Stärken zu fokussieren, brauchte eine Zeit, bis er bei mir verfing. "Du bist ein Künstler, aber du brauchst jemanden, der die Dinge, in denen du nicht so gut bist, für Dich übernimmt." erklärte sie. Ja toll, und woher sollte ich den nehmen? Und so ergab es sich dann, dass Charly und ich Geschäftspartner im Fotostudio wurden. Ihr Vorschlag war, dass sie die Kunden und vor allem die Kundinnen mit der notwendigen Sensibilität betreuen würde und ich mich vorrangig der Kreativarbeit widmen könnte. Für mich klang das absolut perfekt. ...