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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
Streife auf der Köln-Messe Axel gähnte. Er schien die Nacht schlecht geschlafen zu haben. Irgendeinen Streit mit seiner Freundin hatte ihn wachgehalten. Juliane und Sandra musterten Maya besorgt, als diese mit den drei Anwärtern aus dem Gebäude trat. „Fragt nicht nach meinem Wochenende bitte. War zu viel. Ich bin froh, dass ich mit euch arbeiten kann. Vielleicht muss ich dann nicht so viel nachdenken", entgegnete die große Kollegin. Von Krolm ordnete ihre zum Zopf geflochtenen Haare, schob ihre Sonnenbrille in eine Tasche ihrer Weste und blickte zum Himmel auf. „Wie geil es ist, dieser beschissenen Theorie zu entkommen." Sie wandte sich zu Maya um, welche hinter ihr ging. „Dafür nehm ich auch die Arschabwischshow in Kauf." Maya lächelte. Sie ahnte, dass das Melissas Versuch war, sie ein wenig abzulenken. Die Frau war nicht verkehrt. „Hab heute früh extra viel gegessen, damit es sich für dich lohnt." Mustafa streckte sich und blickte zu Juliane hinüber. „Und was liegt an, Chefin?" „Köln-Messe. Ganz chillig. Präsenz zeigen und die Augen offenhalten." Juliane schenkte dem Kollegen ein Lächeln. Mustafa schien zufrieden. „Na, das ist doch etwas." Er sah auf seinem Handy nach, während er darauf wartete, dass die Kollegen in den Einsatzbus einstiegen. „Oh, Digitales und Handwerk, hört sich gar nicht so schlecht an." Maya ließ sich in ihren Sitz fallen, suchte eine bequeme Position mit der sperrigen Rüstung und freute sich auf eine hoffentlich ruhige ...
... Schicht. Aber was sollte schon passieren? Sie dachte an den Güterbahnhof und den Angriff auf die dortige Lagerhalle. Den Blick auf Juliane gerichtet, fragte sie nach: „Weißt du etwas über die Belgier?" „Sie sind immer noch im Tunnel eingeschlossen. Es kann nicht mehr lange dauern, bis sie sich ergeben." Unvorstellbar. Da hockten Menschen in einem staubigen Tunnel und hatten wahrscheinlich schon jetzt kaum noch Wasser und Nahrungsmittel. Zumal es ja auch noch die Verwundeten gab, die von ihr mit der Pistole getroffen worden waren. Axel schien sich in sie hineinversetzen zu wollen. „Lass gut sein, Türmchen. Ist nicht mehr deine Party." Maya nickte, während Frau Luchs den Motor startete. Ein Grollen ging durch den Bus, dann setzte er sich in Bewegung. Die Fahrt zum Messegelände dauerte nur zwanzig Minuten. Sie sollten sich am Haupteingang sammeln und anschließend mit anderen Streifen durch die Hallen patrouillieren. „Das Wetter ist gut, die Besucher eher bodenständig, es sollte also nichts Großartiges anliegen", meinte Axel vergnügt. „Dafür fängt der Kokolores an, wenn ich wieder zu Hause bin." „Was ist denn nun eigentlich genau passiert?", wollte Sandra wissen. „Ach, eigentlich eine Kleinigkeit. Steffis Mutter fragt mich, wie mir ihre neue Frisur gefällt, und ich habe gemeint, dass sie nicht wirklich meinen Geschmack damit trifft." Er stöhnte auf. „Die hat jetzt hellblaue Haare! Wer macht so etwas?" Er rieb sich die Stirn. „Jedenfalls war dann die Katastrophe ...