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Die Abenteuer der Maya Klein 06
Datum: 02.06.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... da. Die Mutter hat zu weinen angefangen und ich habe von meiner Liebsten gesagt bekommen, dass ich ein unsensibles Arschloch wäre." Er blickte hilflos in die Runde. „Warum wird man dann aber gefragt? Hätte ich lügen sollen? Ihr sagen, dass ich es wunderschön finde? Ganz ehrlich, im ersten Moment bin ich richtig erschrocken, als die Alte um die Ecke gekommen ist." Die Frauen sahen ihn missbilligend an, während zumindest Mustafa ihn zu verstehen schien. Bommel hatte nicht zugehört und war wieder mit seinem Handy beschäftigt. Er zumindest schien ein sehr schönes Wochenende gehabt zu haben. Hatte er jetzt eine Beziehung? Maya scheute sich zu fragen. Wenn er etwas erzählen wollte, sollte er es von sich aus tun. Sie sah sich in dem geräumigen Wagen um. Überall standen Instrumente und Geräte, welche einzig dazu dienten, ihre Einsatzfähigkeit herzustellen. Wie teuer musste das alles gewesen sein? Nach ein paar Tagen war ihr vieles davon schon zur Selbstverständlichkeit geworden und ihren Kollegen schien es ähnlich zu gehen. Sandra summte ein Lied und machte sich Notizen zu einem Einsatzbericht vom Wochenende. Sie hatte Dienst während eines Fußballspiels leisten müssen. Von Krolm las auf ihrem Handy, in Gedanken immer wieder weit weg. Irgendetwas stimmte mit der Frau nicht. Sie schien sich mit ihrer Mutter nur oberflächlich zu verstehen und wollte keinen Nutzen aus deren Position ziehen, was für sie sprach. In der Schule brachte sie perfekte Leistungen und im Einsatz ...
... wirkte sie entschlossen. Sie würde auf jeden Fall ihren Weg gehen, auch wenn sie sich anderen gegenüber abweisend gab. „Sind gleich da!", piepste die Stimme der Luchs in der Bordsprechanlage. Maya schaute auf den Helm und das Mundstück, die als einzige Teile im Rüstungsständer hingen. Wie froh sie war, dass sie diese nicht tragen sollte. Sie verband die Schießerei mit diesen beiden Teilen und sah immer noch die Zielmarke über den weißen Flecken auf dem Flachdach. Die Rüstung selbst bereitete ihr keine Probleme. Sie hielt immer die gleiche Temperatur, dämpfte mechanisch ihre Schritte und behinderte sie so gut wie gar nicht. An das zusätzliche Gewicht hatte sie sich längst angepasst, es spielte in ihrem Bewusstsein keine Rolle mehr. Sandra reichte ihr Barett und Sonnenbrille, während Axel die Seitentür aufzog. Er und Bommel stiegen zuerst aus, blinzelten in das helle Sonnenlicht, gefolgt von Juliane, Melissa und Sandra. Mustafa ließ ihr den Vortritt, dann stand sie selbst auf dem Vorplatz des Messegeländes. Vier weitere Polizeiwagen sicherten diese Seite des Grundstücks, weitere standen an den Seiten. Die Bereitschaftspolizei sicherte die Zufahrten und zeigte Präsenz. „Die haben Schiss wegen der Belgier. Die verhalten sich seit Donnerstagmorgen auffällig ruhig. Man befürchtet, dass sie noch einmal die Flucht wagen werden, auch wenn man von unserer Seite aus alles unternommen hat, um das zu unterbinden!", berichtete Juliane. „Die alte von Krolm meinte, dass man sogar ...