1. Ein Urlaub mit Folgen


    Datum: 04.06.2026, Kategorien: Reif

    ... plötzlich wieder erstaunlich wach, griff sich eine Jacke von der Garderobe und warf mir auch meine zu.
    
    Hastig verliessen wir unser Haus und gingen in Richtung des Dünenkammes, wo wir uns hinsetzten. „Na, das fängt ja prima an ...", seufzte Tanja. „Ich bin sprachlos ...", antwortete ich und legte einen Arm um sie.
    
    „Ist es, äh ... ok, wenn ich dich ...", stammelte ich, war völlig unsicher, wie ich mich ihr gegenüber verhalten sollte. „Max, du darfst mich gerne berühren, deinen Arm um mich legen, alles gut ...", antworte Tanja gelassen und schmiegte sich an mich. „Ganz unabhängig davon, dass mein Freund gerade deine Freundin vögelt ..."
    
    „Mmhh ... ich weiss gar nicht, was in die beiden gefahren ist ..." „Die haben wahrscheinlich ein Auge aufeinander geworfen ..." „Mmhh ..." „Wohl nicht erst seit heute ..."
    
    In meinen Ohren klingelte es, hatte Tanja etwas wahrgenommen, was mir entgangen war?
    
    „Meinst du ...?", versuchte ich es vorsichtig, aber Tanja blieb stumm.
    
    Eine Weile gingen wir in der Dunkelheit am Saum der Wellen entlang, viel Licht gab es nicht, dafür war die Mondsichel zu klein.
    
    Ich hatte mich so auf den Urlaub mit den beiden gefreut, der Tag hatte so gut angefangen und jetzt das ... mich hatte es komplett aus der Bahn geworfen und ich konnte mir kaum vorstellen, wie es morgen, oder gar nachher schon, weitergehen würde. Müssten wir auf der Stelle nach Hause fahren, was würde aus unser aller Freundschaft werden? Dies alles ging mir pausenlos durch ...
    ... den Kopf, was sich nicht gerade auf meine Gesprächigkeit auswirkte. Unerwartet kam mir Tanja zu Hilfe, „Was soll's ... komm, lass uns umkehren ... darauf warten, dass die beiden fertig sind, kannst du vergessen ... wenn Thomas etwas ‚Neues' hat, lässt er es in der ersten Zeit kaum aus den Fingern ... komm ..." Dann machte sie auf dem Absatz kehrt, griff nach mir und hakte sich bei mir unter.
    
    Eine Weile später näherten wir uns der Stelle, wo wir über die Düne mussten, um wieder zu unserem Haus zu kommen. „Was machen wir jetzt?", fragte ich Tanja zaghaft. „Von mir aus gar nichts ... mal sehen, was der morgige Tag uns bringt ... wir gehen jetzt auch ins Bett ... beide, du und ich in dasselbe ...", sie kicherte etwas dabei. Dann stupste sie mich an, sah mir ins Gesicht, so gut es in der Dunkelheit ging, „Küss mich, wenn du magst ..."
    
    Ich war überrascht und zugleich etwas verwirrt, nahm sie dann aber in die Arme und gab ihr einen Kuss auf die Wange. „Tut mir leid, was passiert ist ...", fügte ich danach hinzu.
    
    „Das nennst du einen Kuss? Der ist ja kaum anders als sonst zur Begrüßung!", lachte sie, packte dann mein Gesicht mit beiden Händen, küsste mich mitten auf den Mund und dann spürte ich auch gleich ihre Zunge, die sich in meinen Mund schlängelte und wir einen ersten Kuss austauschten, der ganz eindeutig über das Stadium „Freunde" hinausging.
    
    „Das war schön, Max ...", ließ sie mich danach hören. „Komm ab ins Bett mit uns ..."
    
    Wir öffneten die Terrassentür und ...
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