1. Gefangen im Netz der Begierde


    Datum: 08.06.2026, Kategorien: Inzest / Tabu

    ... Drachen nicht mehr aushalten und musste weg!" Ihre Arme zogen sich fester um mich, eine fast besitzergreifende Enge. Es war eine Umarmung, die Trost suchte, aber auch eine gewisse Forderung stellte. Ihre Wärme fühlte sich seltsam gut an -- vertraut und doch zutiefst beunruhigend. Eine tiefe, lang vergessene Sehnsucht nach Nähe stieg in mir auf, wurde aber sofort von einem Schwall alarmierender Fragen überschwemmt.
    
    Ich musste mich fast zwingen, Luft zu holen. „Weiß sie Bescheid, dass du übers Wochenende hier bleiben willst?" Meine Frage war vorsichtig, tastend in diese neue, explosive Realität hinein. Ihre Antwort kam prompt, abgehackt und trotzig, ihr Gesicht rieb sich leicht an meinem Hemd.
    
    „Mir doch egal!" Die Worte waren wie ein Schlag. Sie löste sich abrupt von mir, ließ mich fühlbar kalt und aus dem Gleichgewicht zurück.
    
    „Komm, das Essen wird kalt!" Ihre Stimmung schien wieder zu kippen, hin zu dieser fast künstlichen Heiterkeit.
    
    Die Küche war erfüllt vom schweren, würzigen Duft von Curry und Basmatireis. Sie hatte tatsächlich reichlich bestellt. Kleine Kartons standen auf dem Tisch, Besteck lag schon bereit. Wir setzten uns einander gegenüber, die Spannung zwischen uns war fast greifbar wie der Dampf, der aus den geöffneten Behältern stieg. Während wir aßen -- ich mechanisch, sie mit scheinbarem Appetit -- erzählte sie. Jenny. Ihr Name fühlte sich neu an auf meiner Zunge, Ihr richtuger Name war Jennifer. Sie überschüttete mich mit Anekdoten, schnellen, ...
    ... scharfen Worten über ihre Mutter.
    
    „Sie kontrolliert *alles*!", beschwerte sie sich, eine Gabel voll Tikka Masala in der Hand, die sie betonte. „Kann nicht nachts weg, kann nicht mit *dem* oder *der* abhängen, muss Rechenschaft ablegen für jeden Cent! Als ob ich zwölf wäre!" Ihre Augen blitzten vor empörter Energie. Ich hörte zu, versuchte die Frau zu erkennen, die ich einst kannte, in dieser Schilderung einer Kontrollfreakin. Doch etwas in Jennys Erzählweise war theatralisch, übertrieben. War es wirklich so schlimm? Oder war das die übliche Rebellion einer Neunzehnjährigen?
    
    Dann die Bombe. Beiläufig, fast zwischen zwei Bissen, ließ sie es fallen. „Was ist mit deiner Ausbildung?" hatte ich gefragt, ein Stich ins Dunkle. Sie zuckte nur mit den Schultern, ein schnelles, abwehrendes Auf und Ab.
    
    „Hab ich geschmissen. War nichts für mich in einem Supermarkt Regale einzuräumen und Waren nachzubestellen." Ihre Augen trafen meine nur kurz, dann wanderten sie ab, fixierten sich auf einen Punkt über meiner Schulter. Keine Reue, keine Unsicherheit. Nur diese eisige Entschlossenheit. Ein weiteres Fundament ihrer Zukunft, weggebrochen. Und sie war hier. Mit zwei großen Koffern. Das Essen schmeckte plötzlich Fahl.
    
    Wir wurden schließlich fertig und ein beklemmendes Schweigen breitete sich aus, das nur vom Klappern des Bestecks unterbrochen wurde. Jenny warf einen flüchtigen Blick auf ihr Smartphone, das auf dem Tisch lag. Ein kurzes, helles Aufleuchten des Displays spiegelte sich in ...
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