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Julia & T'Amar 01
Datum: 12.06.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... An Bord eines Flugzeugträgers, irgendwo im Pazifik. Dienstlich. Vertraulich. Ihre Tochter Julia war gerade vierzehn geworden. Viel zu jung, um ihren Vater zu verlieren. Und doch... sie wuchs daran. Hart. Stur. Wachsam. Und dann war da Katana Yoshiwara -- die Adoptivtochter. Eine lebendig gewordene Schwertklinge. Samurai-Erbe. Diszipliniert. Gefährlich. Wie ein Schatten, der sich für das Licht entschieden hat. Kevin O'Flaherty. Charles' bester Freund. Navy-SEAL. Elitesoldat. Nach Charles' Tod war er da. Immer da. Für Amanda. Für die Mädchen. Ein Fels, wenn der Sturm zu stark wurde. Er erinnerte sich. Julia, die mit Feuerwaffen so sicher war wie andere mit dem Füller. Und Katana... tödlich in der Bewegung, aber mit einem Ehrenkodex, den man nicht lernen konnte. Den man war oder nicht. Ein außergewöhnliches Gefüge. Keine normale Familie. Aber vielleicht... genau deshalb die Richtige für diesen Fall. Er trat einen Schritt zurück, sein Blick klärte sich. Dann setzte er sich wieder an den Schreibtisch. Das Licht des Hologramms war erloschen -- aber der Fall hatte gerade erst begonnen. Amanda -- FBI-Office Colorado Springs Der zischende Klang eines geöffneten Sodawassers mischte sich mit dem leisen Brummen der Klimaanlage, während Amanda Grayson sich mit demonstrativer Langsamkeit in ihren Stuhl zurücksinken ließ. Die Luft im Büro war abgestanden, das Licht aus den Neonröhren ließ selbst die farbenfrohen Fotos an der Pinwand grau wirken. Doch was ihr wirklich ...
... auf die Nerven ging, war das Gesicht auf einem der Bilder. „Penelope", sagte sie trocken und schleuderte einen weiteren Dartpfeil gegen die Pinnwand. „Wenn dieser aufgeblasene Amateur noch einmal das Wort ‚operative Effizienz' in den Mund nimmt, ohne zu wissen, was es bedeutet, dann jage ich ihn persönlich durch einen Aufklärungsdrohnen-Parcours. Der Mann hat von Taktik genauso viel Ahnung wie ein Hamster von Quantenphysik." Sie lehnte sich zurück, griff nach einem neuen Pfeil. „Ehrlich -- dieser inkompetente, wichtigtuerische Vollidiot hat nur deshalb diesen Posten bekommen, weil er in der Kunst des Schleimens und Arschkriechens offenbar promoviert hat. Und trotzdem glaubt er, er wäre der nächste George Smiley." „Matschbirne?", fragte Penelope Garcia mit gespielter Empörung und setzte mit theatralischer Geste zum nächsten Pfeilwurf an. Ihre bunte Brille funkelte im Licht, ebenso wie der Glitzer auf ihren Fingernägeln. „Wie sprichst du denn über unseren allseits beliebten und wunderbar kompetenten Chef? Pfui, Amanda. Schäme dich!" Dann grinste sie breit. „Ich habe gehört, er hat neulich versucht, einen internen Bericht auf einen Toaster hochzuladen." Amanda schnaubte. „Passt ins Bild." Der nächste Pfeil bohrte sich genau zwischen die gezeichneten Augenbrauen der Karikatur, die Penelope am Morgen auf das ausgedruckte Bild ihres Chefs gemalt hatte. Ein Textballon daneben verkündete:„Ich bin wichtig!" Amanda warf einen letzten Pfeil mit spöttischer Präzision. Ihr ...