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Julia & T'Amar 01
Datum: 12.06.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Blick verfinsterte sich einen Moment lang, blieb jedoch ruhig. Matschbirne. Ein Spitzname, der so viel Wahrheit enthielt, dass er sich unausweichlich eingebrannt hatte. Sie hatte ihn nie gemocht -- nicht wegen persönlicher Antipathie, sondern weil Inkompetenz auf seiner Ebene gefährlich war. Er war nicht korrupt, nicht grausam, nicht einmal besonders ehrgeizig. Nur... fehl am Platz. Ein hochgespülter Platzhalter in einem Spiel, das er nicht verstand. Und nie verstehen würde. Er war ein Mann, der die Sprache der Berichte beherrschte, aber nicht die der Realität. Einer, der Risiken mied wie andere schlechtes Wetter -- und Entscheidungen nur traf, wenn sie bereits von jemand anderem abgesichert waren. Amanda hatte gelernt, mit solchen Leuten leben zu müssen. Aber nicht, ihnen zu vertrauen. Sie wusste, dass sie seinen Schutz nie brauchen würde. Aber auch, dass er sie eines Tages im Stich lassen würde -- nicht aus Bosheit, sondern aus Prinzipienlosigkeit und Unwissenheit. Und deshalb hatte sie längst begonnen, ihre eigenen Wege zu sichern. In diesem Moment klingelte Penelopes Telefon. Ein kurzer Blick auf das Display und ihre Miene verzog sich. „Sheriff's Department Palm Beach", las sie laut. „Oh-oh. Das klingt nicht nach einem Cocktail am Strand." Sie nahm den Anruf entgegen, stellte auf Lautsprecher. „Garcia hier, FBI. Was gibt's?" „Hier spricht Sheriff Donnelly. Ich hoffe, ich bin jetzt bei der richtigen Stelle gelandet. Wir haben eine... ungewöhnliche ...
... Situation. Eine junge Frau wurde am helllichten Tag an einem öffentlichen Strand aufgegriffen, als sie sich von drei jungen Männern gleichzeitig... ähm... durchpflügen ließ -- verwirrt, spricht kaum, splitternackt. Sie sagte, ihr Name seiT'Amar de Shan'tara, aber unser System findet dazu keinerlei Eintrag, nicht einmal annähernd. Sie hat auch keinen Ausweis bei sich. Aber das ist nicht das Merkwürdigste." Er machte eine kurze Pause, als müsse er sich selbst vergewissern, dass er das gerade wirklich gesagt hatte. „Ich bin seit über zwanzig Jahren Sheriff in diesem Bezirk", fuhr er dann fort, „aber so etwas habe ich noch nie erlebt. Das Mädchen hatte nicht einen Funken Scham. Die Jungs auch nicht, ehrlich gesagt. Aber die Art, wie sie sich bewegt hat -- ich sag's Ihnen, das war... seltsam. Fast als würde sie nicht ganz von dieser Welt stammen." Amanda richtete sich auf. Sie runzelte die Stirn, ließ den Sheriff aber weiterreden. Innerlich registrierte sie jedes Detail -- besonders die fehlende Identität, das fremdartige Verhalten, die scheinbare Selbstverständlichkeit der Situation. Ihr Instinkt für das Außergewöhnliche war geweckt. „Aber das war immer noch nicht das Seltsamste an ihr", fuhr der Sheriff mit seinem Bericht fort. „Sondern?", fragte sie scharf. „Nun ja... der Rucksack der Dame enthält Geräte, die ich in meiner ganzen Laufbahn noch nie gesehen habe. Und ich war lange genug beim Militär, um einiges zu kennen. Der Kram sieht... fremdartig aus. Nicht ...