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Dämonische Lust Teil 06
Datum: 21.06.2026, Kategorien: Sci-Fi & Fantasy,
... Marian machte eine Geste zu ihrem Bett. "Setz dich, iss etwas und erzähl mir alles." Anita setzte sich hin und nahm sich eine Zimtschnecke. Sie biss hinein. Es schien sie etwas zu beruhigen. "Okay, also, er ist über Nacht geblieben. Als wir heute Morgen aufgewacht sind, wollte er noch einmal, ich sagte okay, und wir haben grade angefangen, als ein junger Diener mit dem Frühstück reinkam." Sie knurrte regelrecht. "Umbron hat ihn geschlagen." "Ich wäre auch nicht glücklich, wenn in dem Moment jemand reinplatzen würde", meinte Marian mit zusammengezogenen Brauen. "Naja, der Junge hat nur seine Arbeit gemacht. Natürlich hätte er anklopfen sollen, aber ich für meinen Teil finde, dass ihn so hart zu schlagen, dass er ihm die Nase gebrochen hat ein wenig übertrieben war." "Stimmt, das war ein bisschen viel, wenn alles was er getan hatte war die Tür zu öffnen", sagte Marian. "Ich nehme an, du hast Lord Umbron gesagt, wie du darüber denkst? Und er hat es nicht so gut aufgenommen?" "Ja, so in der Art. Am Ende hatten wir einen ziemlich hitzigen Streit über Bauernrechte. Er hat versucht, seinen Standpunkt zu untermauern, indem er dem Jungen befohlen hat, seinen Schwanz zu blasen. Ich habe ich dann aus meinem Zimmer geworfen." "Da kann ich dir keinen Vorwurf machen. Ist der Junge okay?", fragte Marian. "Ja. Ich habe ihn nach unten zu den Palastheilern gebracht und für die Behandlung bezahlt bevor ich hergekommen bin." Anita stützte den Kopf auf ihre Hände. "Aber weißt ...
... du, was mir wirklich zu schaffen macht? An der ganzen Sache? Mehr als Lord Umbron oder sonst was?" Marian legte Anita eine Hand auf die Schulter. "Was?" "Der Junge hätte es gemacht! Umbrons Schwanz geblasen." Vernünftig von ihm, dachte ich. Die beste Art, mit einem mächtigeren Wesen umzugehen war, sich zu beugen. So funktionierte die ganze Dämonengesellschaft, wie sie jetzt war. "Marian, ich... naja, ich weiß nicht. Meine Eltern, besonders mein Vater, haben mir beigebracht, dass wir alle gleich sind. Manche Leute werden mit mehr Geld geboren, oder mehr Macht, aber das... das ändert nicht, was und wer diese Personen ganz grundlegend sind. Verstehst du?" Anita seufzte. "Ergibt das irgendeinen Sinn, was ich sage?" Nicht wirklich, dachte ich. Marian nickte. "Ich verstehe dich. Es ist wie du immer sagst; wozu eine Person fähig ist, definiert nicht wer sie ist." Anita nickte. "Genau. Und ich verstehe das, wenn Leute wie Umbron glauben, dass sie etwas Besseres sind, wichtiger sind als Andere. Es ist irgendwie... natürlich, dass manche Leute so denken. Ich hasse das, aber ich verstehe es. Was ich nicht verstehe, was mich aufregt, ist, wenn andere Leute Leuten wie Umbron glauben, ihnen glauben, dass sie besser sind und sie selbst schlechter. Es ist einfach..." Anita schüttelte den Kopf. "Es ergibt für mich einfach keinen Sinn. Demut? Ist das Gegenteil von Stolz, oder vielleicht nur eine andere Art von Stolz, oder so ähnlich." Marian umarmte sie. "Ich weiß. Ich ...