1. Der Student


    Datum: 23.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... ich muss los!", rief Charly. „Es war schön, dich gesehen zu haben... Vielleicht treffen wir uns ja mal in der Mensa, oder so!"
    
    Sie drückte ihm einen Kuss auf die Stirn, dem er sich nicht rasch genug entziehen konnte, dann war sie weg.
    
    Christian blickte der Frau, die wie ein junges Mädchen wegrannte, hinterher. Was sollte das jetzt? Eigentlich wollte er losschreien, aber das ging hier, in der Öffentlichkeit, natürlich nicht. Er musste schon froh sein, wenn man an den Nachbartischen nicht über ihn lachte. Offensichtlicher ging es ja nicht: er war hier, im wahrsten Sinne des Wortes, sitzen gelassen worden.
    
    Also starrte er möglichst unbeteiligt auf den See. Er durfte nicht daran denken, dass er sich auf das Treffen mit Charly gefreut hatte. Dass er tatsächlich laut geschrien hatte, als sie sich bei ihm meldete und er auf die ach so tolle Idee gekommen war, sich hier mit ihr zu verabreden -- und sie hatte schnell zugestimmt und dann aufgelegt. Und bis vor fünf Minuten hatte er geglaubt, dass sich alles aufklären würde. Sie würden Zeit miteinander verbringen, einander kennenlernen, einander entspannen.
    
    Charlene Brown hatte es in Wahrheit nur Minuten mit ihm ausgehalten. Dann hatte sie ihn abserviert, einfach so. Sie hatte ihm keine Chance gegeben, nicht die geringste.
    
    Was für eine Schweinebraut! Was für eine verfickte, verdammte Schweinebraut!
    
    Als ob er von Heirat und fester Bindung auch nur gesprochen hätte. Er wollte doch ganz langsam mit ihr etwas aufbauen, ...
    ... Schritt für Schritt und jeder konnte so bleiben wie er war! Aber nichts, nein, sie log ihn an, winkte sinnlos in der Gegend herum und machte sich dann dünne. Das war doch zum...
    
    Christinan dachte an Humphrey Bogart in CASABLANCA. Der hatte Ingrid Bergman hinterhergetrauert und dabei eine Flasche Schnaps geleert. Ihm fiel ein, dass bei ihm Whiskey im Schrank stand, und den Stoff jetzt zu vernichten schien ihm die beste Idee zu sein, die er haben konnte.
    
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    Der Mann wohnte in der besten Gegend Münsters, was sie nicht überraschte. Es war richtig gewesen, dass sie in diesen Club gegangen war und jetzt Geld damit verdiente, dass sie mit einem Kerl in die Kiste stieg. Sie hätte früher darauf kommen sollen! Endlich hatte sie ein paar Kröten übrig und konnte sich bessere Klamotten leisten. Dafür musste sie nicht auf den Straßenstrich im Hafengebiet, das wäre für sie auch nicht in Frage gekommen. Im Club war die Sache risikoloser, und man machte sich auf bestimmte Art auch nicht so schmutzig. Sie schluckte keinen Straßenstaub und keine Autoabgase, sondern lernte die Männer vorher kennen, wenn sie sich am Tisch zum Likörchen oder Champagner einladen ließ. Dafür konnte sie sich jetzt bei Tageslicht in dieser Gegend blicken lassen, in einem akzeptablen Outfit und nicht mit dem schäbigen Parka, den sie vor Tagen entsorgt hatte.
    
    Charly klingelte bei Dr. Penner an. Die Villa war nicht die kleinste in dieser Straße, dafür stand noch ein weiterer Name auf dem Klingelschild fürs ...
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