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Der Student
Datum: 23.06.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... gelang kein klares Bild von dem Mädchen. Eine junge, hübsche Frau, die ihn durcheinander brachte. Er verfügte über wenig Erfahrung mit jungen hübschen Frauen, vor allem solchen, die ihn ansprachen und sich mit ihm lange unterhielten. Das war eine ganz unvermeidliche Verwirrung. Außerdem konnte Christian sowieso nicht mehr denken, warum auch immer. Er erinnerte sich nur noch an ihre Worte. Sag mal, du gefällst mir. Wie wär´s, willst du nicht mit mir schlafen? Genau das hatte sie gefragt. ^^^ Christian Lorkel war vor einem halben Jahr nach Münster gekommen. Die Stadt war weit genug von seiner Heimat Brockswede entfernt, um dem Prozess seiner Abnabelung nicht entgegen zu stehen. Münster hatte sein berühmtes Schloss und das junge, immer wieder preiswürdige Theater, das beschwichtigte seine Eltern. Warum er nicht in der Nähe studierte und zuhause wohnen blieb, musste er natürlich erklären. Die Villa war groß und bot Platz für alle Geschwister und auch die alleinstehende Tante; er hatte immer ein geräumiges Appartement für sich gehabt. Es gab eine Köchin und eine Zugehfrau, er hätte sich also auf sein Studium konzentrieren können. So waren ihre Argumente gewesen, die Fangseile seiner Eltern, mit denen sie ihn weiter in Unreife und Unselbständigkeit halten wollten. Für ihn war der Verbleib im Haus nicht in Frage gekommen, nicht eine Sekunde. Wenn die Eltern ihn nicht unterstützen wollten, dann hätte er eher auf ein Studium verzichtet, und er hätte sich einen Job und ...
... eine Ausbildungsstelle besorgt. Irgendwas. Immerhin musste er als Ältester der Geschwister vorangehen, musste das Nest verlassen, ganz ohne Zweifel. Wenigstens war der Widerstand seiner Erzeuger daraufhin rasch beendet gewesen, schneller als erwartet sogar. Also hatte Christian sich an der Münsterer Uni eingeschrieben und danach hatte er sich eine kleine Wohnung gesucht. Zusammen mit seiner Mutter. Das war praktisch gewesen, weil sie die ganze Sache in die Hand genommen und zu einem erfolgreichen Abschluss geführt hatte. Ohne sie hätte er es nicht geschafft, das war ihm klar. Er hatte auch keine Ahnung gehabt, dass es in Münster eine Art Wohnungsnot gab, jedenfalls für Studenten, jedenfalls für mittellose Studenten. Seine Mutter und er erfuhren davon an dem Tag, als sie herumfuhren und sich Wohnungen ansahen; Mama lachte allerdings nur darüber und versicherte allen in Frage kommenden Vermietern, dass in ihrem und ihres Sohnes Falle Mittellosigkeit nicht vorläge. Danach hatte Papa ihm einen Wagen gekauft. Er hatte das hübsche, glänzende Auto mit ein paar Sachen und ein paar Lebensmitteln vollgepackt, dann hatte ihm Mama noch ihr Navigationsgerät geschenkt. Seitdem aber war Christian ganz überwiegend auf sich allein gestellt. So hatte er sich das vorgestellt, so war es gekommen. Er hatte begonnen, sich regelmäßig selbst mit neuer Garderobe zu versorgen, und er aß meistens in Restaurant zu Abend. Aber sein Frühstück bekam er selbst hin, immer besser. Auch die Wege ...