1. Romy 01


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Reif

    ... herzhaft. ''Wenn du so fragst. Frische Brötchen.''
    
    ''Aber sicher, die Dame.''
    
    Ich drehte mich demonstrativ um.Dame? Hä? Wir lachten uns an.
    
    *
    
    Rene war selbstständig. Steuerberatung. Er arbeitete die meiste Zeit von zu Hause aus. Nur selten im Büro in der Stadt. Dafür ja auch sein Büro hier. Ich war auch selbstständig.Chaosberatung. Mein Büro war überall wo Ordnung herrschte. Ich wollte nicht, aber es passierte. Schon bei den alltäglichsten Dingen. Ich wusste es, aber ich dachte darüber nicht nach. Mama war eine Stunde außer Haus, und schon war es passiert.Chaos. Die Milchtüte stand außerhalb des Kühlschranks. Die Dose mit dem Kakao war offen, der schmutzige und klebrige Löffel lag daneben. Mein Batman Becher stand auf der Kommode im Flur. Ich war duschen. Unten im heiligen Bad. Mein Höschen lag im Waschbecken, mein Lieblingsshirt auf dem Klodeckel. Die Wände der Dusche waren nass und verschmiert. Ich tapste mit nassen Füßen die Treppe hoch. Umschlungen mit einem Handtuch. Dieses rutschte runter als ich die Stiege hochkletterte. Blieb vor der letzten Stufe liegen. Mein Unterbewusstsein registrierte dies alles, es redete vehement auf mein Kleinhirn ein, dieses aber hatte absolut wichtigere Dinge zu erledigen. So lief das ab. Es war eine Art genetische Fehlfunktion. Nicht meine Schuld.Never. In meinem Reich war es jetzt schon so warm dass sich das Abtrocknen nach der Dusche nicht lohnte. Das Badfenster war offen, die schmale Tür dort war offen. Die beiden ...
    ... Dachfenster waren offen. Das Resultat war ein leichter warmer Windzug. Ich seufzte. Sah auf mein Bett. Einladend. Gemütlich. Schwitzig.
    
    Ich sah auf meinen Wecker. 09.20. Ich dachte an den früher Vogel und den Wurm. Also zog ich mich an. Höschen. Kurze Cargoshorts. Weites T-Shirt mit Knopfleiste. Fertig. Ich grinste in den Spiegel. Klasse. Ich ging barfuß runter, rutschte kurz auf dem Handtuch aus, aber änderte nicht an der Tatsache dass es dort lag. Ohne zu klopfen ging ich in das Büro von Rene. Er sah auf, ich sagte ich sei erstmal weg. Meine alten und treuen Sneaker standen an der Tür. Sorgfältig auf der Matte dafür. Mein Fahrrad stand unter dem Carport wo jetzt nur noch der Jeep von Rene stand. Ich hatte Geld, Handy und Schlüssel in den weiten Taschen meiner Hose. Ich radelte entschlossen los. Wollte runter an die Weser. Unter der neueren Brücke war so eine Art Treff für herumlungernde Taugenichtse, so nannte Mama es jedenfalls und wies dabei auf Drogenkonsum und Gangbang Orgien hin. Also genau mein Metier.Lach! Aber es war Unsinn. Meist hingen da nur ein paar alte Schulkameraden ab. Schule war ja nicht, also wohin sollte das Pack? Darum fuhr ich da auch hin. Es war noch früh, aber es war Sommer. Die Weser war kein Fluss zum Schwimmen, aber zum Füße abkühlen und Steine werfen. Was wollte man mehr? Von Drogen hielt ich nicht, Alkohol war auch nicht mein Ding, und Sex... na ja. Also war ich ungefährdet gegenüber schlechten Einflüssen. Ich häng dort immer nur ab. So wie die meisten ...
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