1. Romy 01


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Reif

    ROMY 1.
    
    EINS
    
    DIE BLÖDE KUH IN DER WANNE
    
    Ich sah in den Spiegel.Hm... Ich war mit meinen ein Meter zweiundsechzig nicht gerade groß. Und mit den knapp fünfzig Kilo nicht dick. Es war ganz gut verteilt. Ich hatte Busen, genug um ihn zu sehen, nicht genug dass er zu auffällig war. Ich hatte eine schlanke Taille und einen kleinen, aber knackigen Po. Wenn auch ein wenig knabenhaft. Schöne Beine, etwas dünn, aber mit einer sehr ausgeprägten Oberschenkellücke. Ich war rasiert und blank. Meine Spalte war nur ein dünner dunkler Schlitz zwischen den Schenkeln.
    
    Mein Gesicht war rund und weich. Püppchen. Eine niedliche Stupsnase, zarte dünne Lippen. Große Augen. Rehbraun. Feine dunkle Augenbrauen. Meine Haare hatten einen dunklen kastanienbraunen Ton, sie waren modisch kurz, etwas bubihaft, aber frech.
    
    Ich war zwanzig Jahre alt, musste aber an jeder Supermarktkasse meinen Ausweis vorzeigen wenn ich nur Bier kaufte. Mit der falschen Kleidung sah ich wie vierzehn aus. Oder wie ein Bube.
    
    Ich wusste selbst meistens nicht ob ich zufrieden mit meinem Aussehen war. Ich streckte mir die Zunge raus. Grinste mich doof an. Grimasse. Es war früher Morgen. Es war Sommer. Und ich hing zwischen Abitur und Studium fest. Das eine hinter mir, das andere vor mir. Ich wollte Literatur und Kunst studieren. Ich war darauf angemeldet, musste aber auf einen freien Studienplatz warten. Es war okay. Ich hatte es nicht eilig wieder auf die Schulbank zurückzukehren.
    
    Aus Kostengründen wohnte ...
    ... ich noch in meinem Elternhaus. Auch wenn es nur noch Mama gab. Mein Vater war früh verstorben. Ich konnte mich kaum an ihn erinnern. Aber Mama war hübsch, und nicht lang allein. Verstand ich. Heute. Damals natürlich nicht. Ihr neuer Mann hieß Rene. Ich mochte ihn. Sehr sogar. Er war nett zu mir, hatte Humor und konnte mich immer wieder zum Lachen bringen. Und er war der Ruhepol zwischen Mama und mir. Wir waren verschieden. Mama und ich. Sie war eine Perfektionistin. Ich nicht. Ich sah mich als Chaotin. Charmant ausgedrückt. Sie hatte einen Ordnungsfimmel. Ich eher nicht. Bei mir flogen überall Klamotten herum. Sie kleidete sich gerne schick, ich lief rum wie ein Trampel. Sie war Anwältin, ich wollte Künstlerin werden. Sie verdiente das große Geld, ich würde Bettlerin werden. Wir waren oft anderer Ansicht. Und dazwischen war dann Rene. Immer cool. Der Ruhepol. Für uns beide. Ich liebte Mama, und sie liebte mich. Keine Ahnung wie oft wir stritten, aber wir versöhnten uns immer schnell.
    
    Zum Glück war das Haus groß genug. Keller. Zwei Etagen. Ausgebauter Dachboden. Das war mein Revier. Mein sogenanntesAlles in Allem Zimmer, schlafen, ablungern, lernen und was sonst noch so wichtig war. Ich hatte sogar ein eigenes kleines Bad. Kaum mehr als eine Nasszelle. Aber mit Toilette, Waschbecken und winziger Dusche. Mein kleines Reich. Mama sagte lieberKrisengebiet dazu. Aber gut. Manchmal räumte ich auf. Ernsthaft. Der Nachteil war dabei es gab nur eine schmale Stiege hoch, und es gab ...
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