1. Romy 01


    Datum: 24.06.2026, Kategorien: Reif

    ... bunt.
    
    Hier unten waren noch drei weitere Räume. Zwei Büros. Mama und Rene. Und das nagelneue riesige Bad. Da war ich neidisch. Nur die Dusche mit der Regenbrause war größer als meine Nasszelle oben. Aber gut. Ich nahm das Bad hier sehr oft in Beschlag.
    
    Ich schlürfte aber an allem vorbei. Mamas Bürotür war halb offen, und ich hörte sie tippen. Immer in Action. Advokatin des Teufels. Rene war aber in der Küchenzeile. Auch hier unten war es warm, zwar keine 40° wie in meiner Dachsauna, aber doch warm. Er trug Shorts und ein altes Unterhemd. Und ich starrte. Jawohl. Er war fünfundvierzig. Groß, sportlich, muskulös. Kurze dunkle Haare. Sehr wenig Körperbehaarung. Meine liebste Freundin Rebecca fand ihn...Lecker. Aber Becky war eh eine Sau. Doch jedesmal wenn ich ihn... äh.Pfui Romy! Aus! Er drehte sich um. Lächelte mich an.
    
    ''Kurz nach acht Uhr morgens,'' sagte er. ''Dass ich das noch erleben darf.''
    
    Ich zeigte ihm meine pelzige müde Zunge. ''Nur für Mama. Ausnahme.''
    
    Rene lächelte, nahm meinen Lieblingsbecher mit dem Batman Motiv und machte mir einen Kakao. Es war schön wenn man Personal hatte. Ich grinste ihn an. Lecker. Also der Kakao. Klar, ne.
    
    Mama kam auch. Das Klacken ihrer High Heels kündigte sie an. Immer geile Schuhe. Ich nie.
    
    ''Romy?'' Ein erstauntes Fragen. ''Oder ist es nur ein Hologramm?''
    
    Ich drehte mich um. Pelzige Zunge die zweite. Grinste aber. Wie schön sie war. Die liebste schönste Mama der Welt. Sie war größer als ich, auch ohne geiles ...
    ... Schuhwerk. Ihr Haar war genauso dunkel wie meins, nur viel länger. Aber sie nahm sich viel Zeit für die Pflege, ich war dazu viel zu faul. Sie trug ein beiges Kostüm von Chanel was sich um ihren perfekten Body schmiegte. Schönste Anwältin der Welt.
    
    ''Ich wollte mich von dir verabschieden,'' murmelte ich.
    
    ''Hast du was angestellt, Ramona? Brauchst du meine berufliche Unterstützung?'' Gespieltes Entsetzen. ''Bist du schwanger?''
    
    Ich kicherte debil. ''Wie das denn?''
    
    ''Bienchen trifft auf Blümchen...'' Rene lachte und stupste mich an.
    
    Ich bekam rote Ohrläppchen. Es gibt Themen über die man in meinem zarten Alter nicht sprechen möchte. Nicht zur nachtschlafenden Zeit mit Mutter und Stiefvater.
    
    ''Ihr seit gemein,'' stellte ich fest. Schlürfte lautstark meinen Kakao.
    
    Mama kam zu mir, strich mir über den Kopf. ''Das ist lieb von dir, Romy. Ich werde dich auch vermissen.''
    
    Ich seufzte. ''Zwei Tage?''
    
    ''Drei.''
    
    Schnaufen. ''Ich ziehe solange in das Bad hier unten.''
    
    ''Untersteh dich, Chaosqueen. Ich schließe es ab und nehme den Schlüssel mit.''
    
    ''Und ich?'' fragte Rene.
    
    ''Das Bad oben. Reicht für dich.'' Gnadenlos. Advokatin des Satans.
    
    Ich kicherte.
    
    Sie hatte noch Zeit für einen schnellen Kaffee, für Küsschen für uns, dann rauschte sie los. Wollte pünktlich sein. Klar. Sie liebte so was. Draußen vor dem Haus brummte ihr Volvo SUV auf. Anwaltskiste.
    
    Zurück blieben die Verlassenden. Mit Kakao und Kaffee.
    
    ''Schon Hunger?''
    
    Ich gähnte ...
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