1. Sofie


    Datum: 06.07.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... hoch rutschte, dass die Ränder meiner Halterlosen zu sehen waren und ich meine Bluse auf Grund der Hitze immer weiter aufknöpfte. Hatte Jürgen nicht recht, dass er Angst hat, was passiert wäre, wenn er nicht so zeitig nach Hause gekommen wäre.
    
    Hat er nicht Recht, wenn er um unsere Liebe Angst hat, um den Bestand unserer Ehe, denn eins weis ich genau, er würde mir ein Fremdgehen nie verzeihen. Und plötzlich habe ich Angst vor der Erkenntnis, dass es doch schon ein Fremdgehen war, was geschah. Nicht der Kuss zur Begrüßung, der mich völlig unerwartet, völlig überraschend traf, aber alles folgende. Eigentlich muss ich Jürgen dankbar sein, dass er so früh gekommen ist. Ich glaube, sonst wäre ich schwach geworden. Der Kuss bei der Verabschiedung war mehr als deutlich, zeigte mehr als deutlich, dass ich bereit war, mich weg zu werfen. Erst küsst mich Robert ohne auf die Gefahr zu achten, dass mein Mann dazu kommen könnte und ich wehre mich nicht, nein, ich knutsche zurück und dann lasse ich mir gefallen, dass er mir seine Visitenkarte in den BH schiebt und dabei meine Brüste knetet.
    
    "Kleine, komm zu mir und wir vertiefen unser Wiedersehen. Genießen es ungestört. Ich will dich wieder in den Himmel ficken. Ruf vorher an."
    
    Dann packt er mich noch mal am Arsch und zieht mich an sich. Und dann ist er weg. Und wenn ich ehrlich bin, habe ich das in diesem Moment bedauert. Mit zittrigen Fingern habe ich die Visitenkarte in meinen Autoschlüsselanhänger gesteckt, dort hin, wo ich ...
    ... sonst höchstens mal eine Parkkarte stecke. Welch eine Symbolkraft.
    
    Wieder bei meinem Mann muss ich erst mal etwas gegen die Hitze tun und trinke das dort stehende halbe Glas Wasser mit einem Zug aus und muss mich dann den brennenden Fragen meines Mannes stellen und dabei gerate ich immer mehr in die Defensive und weis bald nicht mehr, was ich sagen soll und bei den letzten Worten meines Mannes, mit denen er seine Angst, seine Bedenken zum Ausdruck bringt, trifft mich die Erkenntnis meines Fehlverhaltens wie eine Keule.
    
    Ich kann nicht mehr diskutieren, fange an zu weinen und laufe weg. Die traurigen Augen meines Mannes kann ich nicht mehr ertragen. Im Schlafzimmer werfe ich mich auf mein Bett und heule erst mal. Dabei wird mir klar, dass ich heute meinen Mann nicht ertragen kann und schließe die Tür zu. Jürgen wird nie Gewalt anwenden und mich in Ruhe lassen. Schon als ich mich ausziehe, überfällt mich noch mal die Erkenntnis, dass ich auf dem besten Wege war, mein Glück weg zu werfen. Mein Seidenslip zeigt es deutlich. Wenn Jürgen den sehen würde, würde er wohl wissen, dass seine Angst real ist.
    
    Die Nacht ist grausam. Oft suche ich meinen Mann und erinnere mich dann, dass ich ihn ja ausgesperrt habe. Eigentlich brauche ich seine starken Arme, die mir Sicherheit geben und mich von meinen Gedanken ablenken, aber ich habe auch Angst, dass er mich nicht mehr will, mich nicht mehr in die Arme nimmt.
    
    Und dann wieder überfällt mich das Verlangen nach Robert, nach seiner Art ...
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