-
Wenn es geschieht, unerwartet, es dich trifft, geht deine Welt kaputt
Datum: 07.07.2026, Kategorien: Romantisch
... wurde schwarz vor Augen. Bernd schaute ebenfalls völlig entgeistert zur Tür. Stefan Totenstille. Sie sah mich, ihr Gesicht spiegelte pures Entsetzen wider. Er ebenso, schaute mich völlig fassungslos an. Sarah stammelte, oh Gott, bitte nicht, nein, nicht. Er wich zurück, mit hochrotem Kopf. Nichts mehr von Gelassenheit und Eleganz, fast lächerlich panisch versuchte er, seine Hose zu schließen. Mag auch an meinem Gesichtsausdruck gelegen haben. Es ist nichts, versuchte er zu erklären, es war nur der Moment. Wusste aber selbst wohl, dass es hier nicht mehr viel zu reden gab. Ich schaute erst ihn an, dann sie. Blieb erstaunlicherweise völlig ruhig. In mir war nichts. Lasst euch nicht weiter stören, sagte ich, es dauert nicht lange, dann bin ich weg. Drehte mich um, ging hoch, nahm mir zwei Koffer, ging ins Schlafzimmer und fing an, meine Sachen zu packen. Ich tat es langsam, bedächtig, fast automatisch, gedanklich völlig abwesend, immer nur das Bild vor Augen. Unten war die Hölle los. Sarah schrie den Typen zusammen, Jasmin war aus ihrem Zimmer gekommen, bekam mit, was los war und schlug wütend auf ihn ein. Er stolperte mehr als er ging aus dem Haus und verschwand. Sarah stürzte ins Schlafzimmer, sah, wie ich die Koffer packte und erstarrte. Nicht, sagte sie, tu das nicht. Schau mich bitte an. Rede mit mir, ich bitte dich. Dann rannte sie ins Badezimmer und musste sich übergeben. Jasmin stand im Türrahmen und war weiß wie eine Wand. Ich war fertig, nahm ...
... meine Koffer. Jasmin versuchte mich zu halten. Ich nahm sie in meinen Arm, flüsterte, es hat nichts mit dir zu tun. Ich liebe dich, mein Schatz. Pass auf deine Mutter auf. Drückte ihr noch das Päckchen mit dem Ring in die Hand und ging. Sarah Nach einem Moment absoluter Stille dann der Satz von Stefan. Keine Eile, sagte er tonlos, emotionslos. Ich bin gleich weg und störe euch nicht weiter. Ich verlor die Kontrolle, schrie Bernd zusammen, heulte und wusste nicht, was ich machen sollte. Jasmin kam aus ihrem Zimmer gerannt, stürzte herein, sah mich, sah Bernd, und wusste Bescheid. Sie rastete vollkommen aus. Bernd bekam den ein oder anderen Tritt und Schlag von ihr und sah nur noch zu, dass er rauskam. Ich rannte nach oben ins Schlafzimmer. Stefan war dabei, seine Sachen zu packen, ruhig, fast schon apathisch. Ich sprach ihn an, schau mich an, rede mit mir. Nichts. Keine Reaktion, kein Blick. Ich kam nicht an ihn heran. Ich wollte ihn zu mir drehen und erstarrte. Auf meinen Händen waren noch Reste von Bernds Sperma. Mir wurde übel, ich rannte ins Bad und musste mich übergeben. Nur am Rande bekam ich mit, wie Stefan sich leise von Jasmin verabschiedete. Sie klammerte sich an ihn, verlass uns nicht, verlass mich nicht, stammelte sie. Aber auch sie konnte ihn nicht zurückhalten. Er verließ das Haus. Der Mensch, den ich über alles liebte, ging, still, leise. Es knallten keine Türen, er schrie nicht rum. Aber genau das war es, was das Ganze so schlimm machte, so ...