1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... eine zweite Tasse Kaffee, sah sie dabei an, wie sie in ein Croissant biss, und sagte plötzlich:
    
    „Verena... Ich weiß, das kommt vielleicht zu früh. Aber ich möchte dir ein Angebot machen."
    
    Sie sah auf. Kurz flackerte Unsicherheit über ihr Gesicht.
    
    „Beruflich", schob er rasch hinterher und lachte. „Nicht dass du denkst, ich mache dir hier einen Heiratsantrag."
    
    Verena schmunzelte, wurde aber hellhörig.
    
    „Ich meine das ernst. Du hast Talent - du bist organisiert, klar in der Sprache, hast ein Gefühl für Menschen. Genau das, was wir im Projektcontrolling brauchen. Eine Stelle ist gerade frei."
    
    Verena legte das Croissant zur Seite. Ihr Herz schlug schneller, nicht nur wegen des Angebots - sondern wegen des Untertons, der mitschwang.
    
    „Ich weiß das zu schätzen, Sebastian. Ehrlich. Aber ich bin mir nicht sicher. Ich will meine Selbstständigkeit nicht verlieren..."
    
    Er nickte. Verständnisvoll. Kein Druck. „Denk drüber nach. Nur das. Ich will dich nicht festhalten - nur... vielleicht eine Richtung aufzeigen."
    
    Die Sonne brannte milde durch die Windschutzscheibe des alten Mercedes G-Modells, als Verena am Steuer Platz nahm. Die Tür fiel schwer ins Schloss. Sebastian hatte galant den Beifahrersitz für sie freigeräumt, aber jetzt grinste er verschmitzt, während sie versuchte, mit dem etwas hakeligen Getriebe zurechtzukommen.
    
    „Du musst mit Nachdruck schalten, nicht mit Zärtlichkeit", bemerkte er.
    
    Verena schnaubte. „Das Ding fühlt sich an wie ein Traktor in ...
    ... Sonntagskleidung."
    
    „Bei mir warst du zielstrebiger mit den Händen", konterte er trocken und legte lässig den Arm aufs Seitenfenster. „Und du siehst verdammt sexy aus, wenn du versuchst, mit Technik zu flirten."
    
    Sie errötete - wie so oft, wenn er etwas sagte, das sie aus dem Konzept brachte. Noch schlimmer: In einer engen Kurve streifte seine Hand beiläufig ihre Oberschenkel - rein zufällig. Aber der Blick, den er ihr dabei zuwarf, war alles andere als zufällig.
    
    „Finger weg, ich lenke", knurrte sie und kaute reflexhaft an einer Haarsträhne. Verdammte Angewohnheit.
    
    „Ich kann mich nicht erinnern, dass das jemals funktioniert hätte", murmelte er, mehr zu sich selbst.
    
    Der Rest der Fahrt verlief in vertrautem Schweigen, gewürzt mit kleinen Blicken, Berührungen, einem Kichern, als der Blinker sich nicht von selbst zurückstellte und Verena den Scheibenwischer erwischte.
    
    Als sie vor ihrer Wohnung ankamen, löste Verena sich ungern vom Steuer.
    
    „Willst du noch mit rauf?" fragte sie - halb ironisch, halb wissend.
    
    „Wenn du sagst, nur auf einen Kaffee...", begann er.
    
    „...dann lache ich dich aus. Ich möchte Dir meine Briefmarkensammlung zeigen", erwiderte sie trocken und stieg aus.
    
    Er folgte ihr, fast ehrfürchtig, durch das Treppenhaus in ihre lichtdurchflutete Wohnung. Während sie ihm einen Espresso zubereitete, strich sie unbewusst über ihren Hals. Er sah das - natürlich - und kommentierte nichts. Doch sein Blick sagte genug.
    
    Sie tranken schweigend. Aber die ...
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