1. Neue Begegnung


    Datum: 10.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Praxis - und gewann die Kontrolle zurück. Der Flow war wieder da.
    
    Später, in der Kaffeepause, griff sie nach der Kanne, um Sebastian nachzuschenken. Er hob die Hand:
    
    „Danke, das kann ich schon selber."
    
    Der Ton war ruhig, freundlich - aber die Botschaft deutlich. Kein Gefälle. Kein Spiel. Eine Geste auf Augenhöhe. Verena errötete erneut. Ein kurzer Moment, der in ihrem Inneren viel länger nachklang.
    
    Am Ende war es weniger die Präsentation als das Gesprächsklima, das in Erinnerung blieb. Sebastian hatte sich Verenas Namen gemerkt, sich mehrfach direkt an sie gewandt, ihre Argumente wieder aufgegriffen. Als er sich verabschiedete, sagte er zu Herrn Dietrich:
    
    „Das war ausgesprochen überzeugend. Ich denke, wir werden auf jeden Fall intensiv zusammenarbeiten."
    
    Dietrich nickte zufrieden. Ein Hauch von Stolz. Und vielleicht auch Erleichterung. Er wusste, wem er das zu verdanken hatte. Verena aber lächelte nur - dieses kleine, geheimnisvolle Lächeln, das mehr bedeutete als jedes Schulterklopfen.
    
    Als sie später am Schreibtisch saß, fiel ihr Blick auf Sebastians Visitenkarte. Darunter, klein gedruckt: Geschäftsführender Gesellschafter.
    
    Natürlich. Dachte sie. Und: Vielleicht... vielleicht ist es an der Zeit, dass sich etwas verändert.
    
    Verena - Kapitel 2: Nachhall
    
    Das Meeting war keine Stunde her, als Herr Dietrich sie in sein Büro bat. Seine Stimme hatte den üblichen Ton, sachlich, leicht befehlsgewohnt, aber nicht herablassend. Verena trat ein, noch immer ...
    ... mit dem letzten Rest Adrenalin in den Fingerspitzen.
    
    Er saß bereits an seinem Platz, tippte kurz auf der Tastatur und schaute dann auf.
    
    „Frau K.", begann er, „Sie haben das heute gut vorbereitet."
    
    Es war kein überschwängliches Lob - aber in Dietrichs Welt war es fast eine Verbeugung. Sie nickte, versuchte, neutral zu bleiben. Aber sie spürte ein leichtes Ziehen in der Magengegend, so etwas wie Stolz. Oder Hoffnung.
    
    „Herr W. war... beeindruckt von Ihrer Präsentation. Das hat man gemerkt."
    
    Sie antwortete nur mit einem „Danke". Mehr nicht. Sie wollte nicht überinterpretieren. Doch innerlich brannte das Echo seiner Worte.
    
    Als sie wieder an ihrem Platz saß, fühlte sich alles etwas entrückt an. Die Flure, das Klicken der Tastaturen, der Geruch der Kaffeemaschine - alles lief wie in Watte gepackt. Immer wieder dachte sie an das Treffen zurück. An Sebastians aufmerksamen Blick, die Art, wie er sich zurücklehnte, wenn sie sprach, und wie er manchmal ganz leicht die Augenbraue hob, wenn er nachhakte.
    
    Sie sah ihn vor sich. Seine Hände, die Adern leicht hervortretend. Der Kragen seines Hemdes, der wie zufällig offenstand. Die Art, wie er sich selbst Kaffee einschenkte, ohne jede Geste von Dominanz - aber mit einer natürlichen Selbstverständlichkeit und Präsenz, die Verena elektrisiert hatte.
    
    Und natürlich... die Szene mit der Visitenkarte.
    
    „BWL? Das überrascht mich nicht. Das erklärt einiges", hatte er zu ihr gesagt, als er einen Moment zu lange auf ihrem Namen ...
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