1. Das leerstehende Hotel Ch. 32


    Datum: 17.07.2026, Kategorien: Fetisch

    Kapitel 32 - Abschied für Mira
    
    Meine heißgeliebte Ex-Kollegin Mira war auf dem Sprung, unsere verschlafene Kleinstadt in der Mitte Vietnams für immer zu verlassen, wollte es aber vorher noch einmal richtig krachenlassen. Das Einfachste, um eine sinnliche Stunde zu kreieren, wäre nun sicher gewesen, uns - vielleicht zusammen mit meiner Muse Nguyet - zu einem heiteren Mittagessen zu verabreden und dann langsam, aber sicher unserer Wollust nachzugeben.
    
    Nun war Nguyet allerdings im zweiten Monat schwanger und fühlte sich deshalb manchmal nicht besonders wohl, und Mira selbst hatte uns auch schon gestanden, dass eine klassische Abschiedsparty sie nur unnötig wehmütig machen würde. So fragte sie mich gestern, ob ich nicht noch eine zündende Idee für ein allerletztes sinnliches Treffen vor ihrem unvermeidlichen Abschied hätte:
    
    Aber bitte keine Zitate, Richard. Ich will nicht einfach wiederholen, was wir schon mal gemacht haben, schränkte Mira das Repertoire verständlicherweise gleich wieder ein, doch nun entspann sich ein langes Hin-und-Her an Vor- und Gegenvorschlägen:
    
    Ein gänzlich neues Rollenspiel? versuchte ich, vorzufühlen, was ihr vorschweben mochte.
    
    Was könnte das aber sein? fragte Mira selbstverständlich zurück.
    
    Das Einzige, das mir auf Anhieb einfällt, wäre Gelegenheitsprostituierte.Du brezelst Dich entsprechend auf, und ich treff' Dich dann einfach irgendwo in der Innenstadt ...
    
    Dass Mira vorgab, ihren berückenden, leicht androgynen Körper ...
    ... stundenweise zu vermieten, hatten wir wirklich noch nie gemacht - wenn man die beiden betörendenSugar-Daddy-Anbahnungen nicht zählte. Was aber auch daran lag, dass Mira Prostitution als Konzept verabscheute, und so reagierte sie auch nur lauwarm:
    
    Ich hab meine Klamotten größtenteils schon nach Taiwan geschickt oder weggepackt, schrieb sie mir:Und irgendwie ist das ja auch nicht wirklich lustig, oder? Das hinterlässt doch vielleicht eher einen schalen Beigeschmack, wandte sie ein.
    
    Nun, da hatte Mira teilweise recht. Wobei ich einmal mit Nguyet ein Bordsteinschwalben-Rollenspiel aufgezogen hatte, das überaus heitere Szenen hervorgebracht hatte. Und das mit Tina damals war auch absolut irre gewesen. Aber nun Nguyet zu bitten, Mira die Geschichte zusammenzufassen und ihr drei Tage vor ihrem Abflug noch Rollenspiel-Tipps zu geben, wäre wohl auch Zuviel des Guten gewesen.
    
    Du hast deine Sachen schon weggeschickt? Hast Du wenigstens noch deinen Schuluniform-Rock und die schöne dunkle Strumpfhose hier? fragte ich erstmal besorgt zurück, bekam aber keine direkte Antwort, sondern Mira erinnerte mich nur, dass wir ja das Lehrer-Schülerin-Ding ebenfalls schon ausgereizt hätten.
    
    Richard, ich will wirklich keine der Erinnerungen an die geilen Nummern, die wir mit Nguyet, Hanh oder auch zu zweit abgezogen haben, verwässern, schrieb Mira mir spät am Abend, was natürlich ein schöner und auch überzeugender Grund war.
    
    Ja, Mira hatte wohl recht: Uns musste über die nächsten 24 Stunden am ...
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