1. Schreibtherapie 3.1: Flug und Fall


    Datum: 29.07.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... Alex."
    
    „Musst du auch nicht", sagte ich leise. „Lass uns einfach weitergehen. Und vielleicht kannst du mir ja noch mehr von deiner Vergangenheit erzählen, wenn du magst. Oder wir reden einfach über irgendetwas anderes. Ganz wie du willst."
    
    Sie nickte langsam, und ich sah, wie ein wenig der Anspannung von ihren Schultern wich. Wir setzten unseren Spaziergang fort, und obwohl das Thema nicht mehr zur Sprache kam, schien eine unsichtbare Barriere zwischen uns gefallen zu sein. Die Herbstluft, das Plätschern des Neckars -- alles fühlte sich leichter an, als wir schweigend nebeneinander hergingen.
    
    Als ich zu Hause ankam, ließ ich die Tür hinter mir ins Schloss fallen und steuerte direkt auf die kleine Bar in meiner Küche zu. Ich goss mir ein Glas Whisky ein, der bernsteinfarbene Tropfen glitt ins Glas. Dann ließ ich mich auf mein Sofa sinken und nahm einen Schluck. Der warme, rauchige Geschmack breitete sich in meinem Mund aus und half, die Gedanken zu ordnen, die um Melania kreisten.
    
    Ich reflektierte unser Gespräch am Neckar und meine Gefühle für sie. Es war erstaunlich. Mir war es egal, dass sie Kinder hatte. Mir war es egal, dass sie fünf Jahre älter war als ich. Mir war es egal, dass sie eine so offene und, ja, offensive Sexualität hatte, von der sie so unverblümt gesprochen hatte. Auch die Möglichkeit, dass sie kompliziert sein mochte, dass ihr Leben voller Herausforderungen steckte -- all das spielte keine Rolle.
    
    Ich wusste nur eines: Ich war in sie ...
    ... verliebt. Hals über Kopf. Und ich begehrte sie. Es war ein Gefühl, das sich so tief und unwiderruflich in mir festgesetzt hatte. Es war nicht rational, es war nicht logisch. Es war einfach da, eine überwältigende Gewissheit, die all die vermeintlichen Hindernisse in den Hintergrund treten ließ. In diesem Moment, mit dem Whiskyglas in der Hand und dem Echo ihrer Stimme in meinem Kopf, wusste ich, dass ich bereit war, mich auf dieses Gefühl einzulassen, ganz gleich, wie kompliziert es werden mochte.
    
    Am nächsten Tag, ich war noch erfüllt von den Gedanken an Melania und unserem Spaziergang, klingelte mein Telefon. Es war mein bester Freund Manuel, der mich zu einer Party für nächstes Wochenende einlud.
    
    „Na, Alex, alles klar bei dir in Heidelberg?", hörte ich seine Stimme am anderen Ende der Leitung. „Ich schmeißen am nächsten Wochenende eine ordentliche Party bei uns. Bist du dabei?"
    
    Ich zögerte keine Sekunde. „Klar, Manuel, ich bin dabei! Das passt perfekt." In diesem Moment fasste ich einen Entschluss. „Und ich würde auch gerne jemanden mitbringen, wenn das in Ordnung ist."
    
    Ein kurzes Schweigen, dann ein grinsendes „Aha! Wer ist denn die Glückliche? Ist die neue Stadt gut zu dir?" Manuel klang schon neugierig.
    
    „Sie heißt Melania", sagte ich, und ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. „Und ja, die Stadt ist gut zu mir. Sie hat mir ihr Leben gezeigt, und ich möchte ihr jetzt meines zeigen."
    
    Manuel lachte. „Ach so ist das! Na dann, mein Freund, bring sie nur ...
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