1. fast eine Katastrophe


    Datum: 29.07.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... wirkliche Chance hat. Bei ihr werdet ich es schwer haben, auf Verständnis und Vergebung zu stoßen, es zu erreichen.
    
    Aber auch bei Clair, ihrer jüngeren Schwester, die mir etwas näher steht, werde ich einen harten Kampf fechten müssen. Sie hat gerade ihren 15. Geburtstag hinter sich gebracht und die beiden sind sich nicht nur äußerlich sehr ähnlich. Immer gerade heraus und wunderschöne Teenager. Aussehens mäßig kommen sie sehr nach mir. Groß, rothaarig und schon jetzt mit einer super Figur gesegnet. Wenn man uns auf Fotos sieht, könnte man denken, dass dort drei Schwestern stehen, von denen eine ein bisschen älter ist. In der Größe nehmen wir uns schon jetzt nicht viel. Sahra ist schon ein kleines Stück größer und ich hoffe, dass sie nicht noch mal einen großen Schub macht, denn ich bin mit 176 cm für eine Frau auch nicht klein. Wir drei sind schon eine schöne Truppe und wenn dann mein Mann dazu kommt, ist das Bild einer super Familie perfekt.
    
    Schon wieder muss ich heulen. Wie konnte es nur zu meinem Fehltritt kommen? Und ein Fehltritt war es, da gibt es nichts dran zu rütteln, auch wenn wir noch keinen Sex hatten, na, keinen Geschlechtsverkehr hatten. Geküsst und berührt, an den erotischen Stellen unserer Körper hatten wir uns schon und es war so was von erregend.
    
    Ich hatte eine emotionale Krise, kam mir alt, nicht mehr zu schön vor und hinzu kam, dass Joe zur dem Zeitpunkt beruflich sehr eingespannt war und leider sehr oft reisen musste. Ich weiß, dass er das genau ...
    ... so bedauerte wie ich und leider hatten wir deshalb einige Reibereien, nein, Streits. Es lag an mir, an meinem Unverständnis und an meiner Sturheit. Es nützte auch nichts, dass er mir einfühlsam versuchte zu erklären, dass es nicht zu ändern sei.
    
    Und dann kam der Abend, der diesen Streit eskalieren ließ. Joachim erzählte mir, dass er wahrscheinlich zum Direktor für Deutschland befördert werden wird. Gut, das wäre zwar mit mehr Verantwortung und auch mehr Reisen verbunden, aber noch erträglich. Als er dann aber leise andeutete, dass es auch sein könnte, dass er Europaleiter werden könnte, rastete ich nach einigen Überlegungen aus, denn das würde heißen, dass wir umziehen müssten und dass das wegen unserer Töchter nicht so einfach werden würde. Das Fass zum Überlaufen brachte dann seine Bemerkung, dass ich dann doch nicht mehr arbeiten brauche. Ich weiß heute nicht mehr, warum mich dieser Gedanke so fürchterlich aufregte. Meinen Job aufgeben, nicht mehr mit meinen Freundinnen zusammen sein, unvorstellbar. Wenn ich an diesen Abend zurück denke, verstehe ich mich nicht mehr, warum ich erstens Paris so schlimm fand und nicht arbeiten zu gehen, für mich unvorstellbar war. Meine Argumente waren aus heutiger Sicht Blödsinn und untere Schublade.
    
    Mein Mann war wie immer ruhig, auch wenn ich ihm sicher ansehen konnte und auch eigentlich müsste, dass er wie vor den Kopf gestoßen und schwer enttäuscht war. Hätte ich ihn genauer beobachtet und nicht nur immer an mich gedacht, wäre mir ...
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