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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... einmal nimmt Lara unsere Hand und legt sie flach auf ihren dicken Bauch. "Spürst du das?" fragt Lara. "Oh, es bewegt sich. Das ist schön." antworten wir lächelnd. "Weißt du, ich trage ihn schon sieben Monate in mir. Ich freue mich riesig auf ihn. Und wenn er auf der Welt ist, dann werde ich die glücklichste Mama der Welt sein. Ich bin sicher, dass ich meinen Jungen immer lieben werde. Und genauso ist es ganz sicher auch mit deiner Mama. Sie hat dich neun Monate im Bauch gehabt, hat gefühlt, wie du strampelst und wie du immer größer wirst. Dann hat sie dich geboren und das war sicher kein Zuckerschlecken. Aber sie hat es geschafft, dann hat sie dich gestillt und sich gefreut, dass du weiter wächst. Stell dir vor, du klingelst an ihrer Tür und sie öffnet dir. Was wird sie machen? Dich davon jagen? Mit dir schimpfen? Dir eine runterhauen? Ganz bestimmt nichts von alldem. Ihr werdet euch in die Arme fallen und dann werdet ihr beide Rotz und Wasser flennen. So machen das Mütter mit ihren Kindern, die sie lange vermissen und dann plötzlich wieder sehen." In diesem Moment werden unsere Augen feucht und wir fangen herzzerreißend an zu weinen. Lara rückt an uns ran und nimmt uns in den Arm, hält uns fest, bis wir uns endlich wieder beruhigen. "Also, dann haben wir jetzt einen Plan?" fragt Lara. "Ja, nach Hause gehen und Rotz und Wasser flennen." sagen wir mit einem leisen Lachen. "Wo ist denn dein Zuhause?" fragt Jonas. "In einem Vorort von Celle. ...
... Altencelle heißt es" "Ein Katzensprung von hier," meint Jonas. "ich bin hundemüde, hab die halbe Nacht gearbeitet. Ich leg mich jetzt hin. Heute Abend machen wir irgendwas lustiges. Ein Spiel oder sowas. Keine Sorge, nichts unanständiges. Wir beide spielen gern Siedler von Catan, vielleicht gefällt es dir ja auch. Zu dritt bringt es mehr Spaß als zu zweit. Und morgen am Sonntag setzen wir drei uns ins Auto und bringen dich nach Hause zu deiner Familie. Was hältst du davon?" Wir müssen schon wieder weinen. "Ihr seid so gut zu mir. Danke, danke, danke!" Während Jonas schläft, reden wir mit Lara. Josefine und sie tauschen Kindheitserinnerungen aus. Es ist schön zu sehen, wie Josefine unbeschwert lachen kann. Vieles von dem verstehe ich nicht, zum Beispiel was eine Kita oder was ein Fahrrad ist. Aber ich halte mich zurück. Irgendwann werde ich diese neue Welt verstehen, in der ich jetzt lebe. Und hoffentlich auch Marta wiedersehen. Ich fühle, wie auch wir müde werden, lang war der Schlaf unterwegs ja nicht. - Josefine, ich glaube, unser Leib braucht etwas Schlaf. Wir sollten uns etwas hinlegen. - - Ja, du hast recht. Ich habs gar nicht bemerkt, es ist so schön mit Lara zu reden. - "Lara, hast du was dagegen, wenn ich mich auch einen Augenblick hinlege? Mein Körper ist es gewohnt, um diese Zeit zu schlafen und so lang war die Ruhe nicht in Jonas' Kabine." "Natürlich. Ich hole dir eine Decke und dann kannst du dich hier hinlegen. Ich geh derweil zu Jonas ins Bett und ...