1. Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma


    Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch

    ... bewache seinen Schlaf. Oder... vielleicht wecke ich ihn auch ganz liebevoll. Nein, Scherz, er muss erstmal ausschlafen."
    
    "Darf ich dich mal was fragen?"
    
    "Na klar!"
    
    "Habt ihr... ich meine, geht das noch mit dem Bauch?"
    
    "Du meinst, ob wir noch Sex haben? Na klar haben wir das! Wir können beide gar nicht genug davon bekommen. Es gibt genug Stellungen, wo der Bauch nicht im Weg ist."
    
    "Ja das stimmt. Ich dachte nur, dass es vielleicht dem Baby schadet."
    
    "Nein, es verhält sich so wie immer, wenn wir es machen. Mal strampelt es, und mal schläft es einfach."
    
    "Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Irgendwann möchte ich auch mal ein Baby."
    
    "Das wirst du auch! Und zwar mit dem Mann, den du liebst."
    
    "Das wäre ein Traum!"
    
    "Ich wünsche dir, dass er wahr wird."
    
    "Vorher muss ich noch ein paar Dinge in Ordnung bringen und morgen fang ich damit an."
    
    Nach einem schönen Abend mit Lara und Jonas fahren wir am nächsten Tag in Richtung Celle. Je näher wir kommen, desto unruhiger werden wir. Schließlich fahren wir zum Haus von Josefines Eltern.
    
    "Kannst du bitte noch etwas hin und her fahren? Ich muss unbedingt wissen, ob irgend jemand das Haus beobachtet. Ein ganz bestimmter Jemand, dem ich ganz sicher nicht begegnen will."
    
    "Na klar! Sicher ist sicher."
    
    Es ist niemand zu sehen, der das Haus beobachtet. Schließlich halten wir davor.
    
    "Na dann will ich mal! Wartet ihr noch ein paar Minuten, falls sie mich rausschmeißen?"
    
    "Das werden sie nicht. Aber ...
    ... wir warten trotzdem. Und du meldest dich! Wie lautet meine Nummer?"
    
    "Ich kenn sie auswendig, keine Sorge. Sobald ich wieder ein Telefon habe, ruf ich dich an."
    
    Wir steigen aus dem Auto und gehen Richtung Haus.
    
    - Selma? Sag jetzt irgendwas, was mir Mut macht bitte! -
    
    - Ich habe dir doch erzählt, dass ich eine Tochter habe. Ich vermisse sie sehr und ich weiß nicht, ob ich sie jemals wiedersehe. Wäre ich deine Mama, ich würde dich genauso in den Arm nehmen, wie Lara gesagt hat. Oh, und wenn du gleich mit Mama Rotz und Wasser flennst, dann bin ich dabei. Was du fühlst, fühl ich auch. Auf jeden Fall bist du nicht allein, ich bin immer bei dir. -
    
    Wir atmen tief ein und aus.
    
    - Gut dass ich dich habe. Ohne dich wäre ich jetzt gar nicht hier, sondern im Himmel. Oder in der Hölle, wer weiß. Lass uns jetzt nach Hause kommen! -
    
    - Wink den beiden nochmal. -
    
    Wir drehen uns nochmal um und winken unseren Freunden. Sie winken zurück. Dann stehen wir direkt vor der Tür des Hauses und drücken mit dem Finger auf ein kleines Knöpfchen. Augenblicke später geht die Tür auf und eine Frau zeigt sich. Das muss Mama sein.
    
    "Josefine!" ruft sie laut, halb lachend und halb weinend, wir antworten mit "Mama!".
    
    Bevor ich sie richtig ansehen kann, verschwimmt alles vor Augen. Mama und wir fallen uns gegenseitig um den Hals und machen dieses von lautem Schluchzen begleitete Rotz-und-Wasser-Flennen, wie Lara vorhergesagt hat. Die Tränen wollen nicht aufhören zu fließen, während wir ...
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