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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... gedacht habe..." Wir fallen Mama wieder um den Hals und weinen bitterlich. Nach einer Weile sagt Mama: "Nicht weinen, Liebes. Du bist wieder da und alles wird gut. Ich hab dich lieb." Wir lösen uns etwas von Mama und wischen uns die Tränen aus den Augen. "Du hast recht, Mama. Ich hab schon viel zu viel geweint, während ich weg war. Ich will endlich wieder fröhlich sein und lachen, wie früher. Vielleicht kann ich all das abladen, was wie ein Felsbrocken auf mir lastet, wenn ich es euch erzähle. Ich will euch alles erzählen und dann nie wieder drüber sprechen. Wisst ihr, wie es Sina geht? Sie hab ich auch sehr vermisst." "Wir sind in Kontakt. Ich ruf sie gleich an! Sie will bestimmt auch wissen, dass du wieder da bist." "Oh ja, das wäre schön. Wenn sie mag und Zeit hat, dann soll sie auch herkommen und meine Geschichte anhören. Oh, wenn sie kommt, sag ihr, sie soll sich herfahren lassen. Ich will nicht, dass ihr ein gewisser Jemand unterwegs auflauert. Aber zuerst will ich duschen und mich frisch anziehen. Sind meine Sachen noch in meinem Zimmer?" "Ja, es ist alles so, wie du es verlassen hast, Fine." "Fine! Es tut so gut, den Namen zu hören. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie gut das tut. Bevor ich gleich dusche, werfe ich alles, was ich anhabe, vor die Badezimmertür. Könnt ihr mir einen Gefallen tun und alles sofort in die Altkleider bringen? Ich will das nie wieder sehen!" Wir gehen die Treppe hoch in Josefines Zimmer, nehmen etwas zum Anziehen ...
... aus dem Schrank und gehen ins Badezimmer unter die Dusche. Ich lerne, was ein T-Shirt ist und was eine Leggins ist und dass wir immer Unterwäsche drunter anziehen, und Socken. Wir stehen vor einem Spiegel und bürsten unser langes, noch feuchtes Haar. - Deine Eltern sind toll! Oder darf ich unsere Eltern sagen? - - Natürlich, es sind unsere Eltern. Und Timmi ist unser Bruder. Und das Haus hier ist jetzt wieder unser Zuhause. Selma, ich hab furchtbare Angst, das alles zu erzählen, was mir passiert ist. So vieles, für das ich mich schämen muss. So viel Leid und Schmerz. Aber wenn ich es nicht erzähle, ist alles noch viel schlimmer. - - Wir schaffen das, Josefine. Ich bin immer bei dir und ich helfe dir. Wenn es nicht mehr weitergeht, dann flennen wir erstmal wieder Rotz und Wasser. Das war irgendwie schon schön vorhin. Oh, wenn du nachher nicht weißt, warum wir anfangen zu flennen, dann bin ich es, die das auslöst. - - Ach Selma, hab ich dir eigentlich schon gesagt, wie froh ich bin, dass du bei mir bist? - - Ja, hast du. Du kannst es aber gern nochmal sagen, so oft du willst. Ich bin auch froh, dass ich bei dir sein darf. Wirst du auch von mir erzählen? - - Natürlich! Und nicht nur das. Wenn ich alles erzählt hab, dann übergebe ich an dich und dann kannst du deine Geschichte erzählen, wenn du willst. - - Wirklich? Das wäre schön. Ob sie mir glauben werden? Ja, das werden sie. Spätestens dann, wenn wir ihnen einen Beweis zeigen, dass ich wirklich im 17. ...