1. Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma


    Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch

    ... Satinstrümpfe bis zum Oberschenkel, ein raffiniertes Sexy Kleid in schwarz, viel edler als alles was ich hatte. Dazu Pumps in schwarz. Christine hatte wirklich einen guten Geschmack. Ich zog alles an, es passte perfekt.
    
    Als ich fertig war, hielt Robert an und ich stieg vorne ein. Er machte mir Komplimente, sagte, ich sähe sexy aus und ich wäre ganz sicher die Attraktion des Abends. Unterwegs erzählte er mir, wie es in so einem Swinger Club zugeht. Alle wären dort nett und ich müsste nichts machen, was mir nicht gefällt, außer eben mit ihm und drei weiteren Männern intim zu sein.
    
    Als wir ankamen, war es das einzige Gebäude, was ich sehen konnte, mitten im nirgendwo. Es war ziemlich groß, ein Dutzend Autos standen davor. Zuerst wurde geduscht. Nach dem Duschen sollte ich alles wieder anziehen außer dem Kleid. Meine Sachen konnte ich in einem verschließbaren Spind verstauen.
    
    Robert trug ein Herren Tank Top und einen Slip.
    
    Wir gingen erstmal an die Bar, ich bekam einen alkoholfreien Cocktail. Ich hielt mich weitgehend zurück und beobachtete, während Robert mit anderen Besuchern sprach. Ich stellte fest, dass ich mit Abstand die Jüngste dort war. Nach einiger Zeit hatte er drei andere Paare gefunden, mit denen wir uns an einen Tisch setzten, zum Beschnuppern, wie er sagte. Ich fand die drei Männer und Frauen durchaus sympathisch, auf jeden Fall mit Abstand sympathischer als die meisten Männer, mit denen ich es sonst zu tun hatte. Sie behandelten mich wie ...
    ... ihresgleichen, auf Augenhöhe sozusagen. Ich konnte sogar ein paarmal lachen und vergaß ganz, warum ich dort war.
    
    Und dann gingen wir acht in einen anderen Raum. Dort stand ein riesiges Bett und wir nahmen darauf Platz. Nun ja, es dauerte nicht lange, dann machte ich das, wofür Robert mich bezahlte. Erst mit ihm, dann mit den anderen Männern. Später wollten die anderen drei Frauen noch einen Frauen-Vierer machen, ich willigte ein und bekam am Ende 150 Euro extra.
    
    Bitte denkt nicht schlecht über mich, und ich sollte mich eigentlich dafür schämen, aber ich fand das alles gar nicht so übel. Es war auf jeden Fall viel besser als sich an der Straße die Beine in den Bauch zu stehen und zu immer anderen Männern ins Auto oder in den Lkw zu steigen.
    
    Als wir zurückfuhren, sagte Robert, es habe ihm sehr gefallen und er würde sich freuen, wenn wir das alle 14 Tage machen könnten. Ich sagte ohne zu überlegen zu. Und er hatte noch eine Überraschung für mich.
    
    "Mach mal das Handschuhfach auf, da ist etwas für dich drin."
    
    Ich öffnete es und fand zwei Bücher. Das eine war die Originalausgabe in Englisch "Faithful and Virtuous Night" von Louise Glück und das andere war "Menschen lesen" von Joe Navarro.
    
    "Die sind von Christine," sagte er, "sie meinte, du würdest dich darüber freuen, wenn du mal wieder etwas Anspruchsvolles lesen kannst. Du weißt sicher noch, sie hat herausgefunden, dass du bezüglich der Medikamente nicht die Wahrheit gesagt hast. In dem einen Buch steht, wie sie das gemacht ...
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