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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... ich nächsten Freitag um zehn wiederkommen werde. Ich hoffe, du hast dann Zeit für mich." "Ja, ich werde Freitag um 10 für dich da sein, ganz sicher." Bevor ich wieder ausstieg, küssten wir uns nochmal. Wieder in echt. Da ich am nächsten Tag wieder den einträglichen Swingerclub Termin hatte, verzichtete ich auf weitere Kundschaft an meinem Geburtstag beziehungsweise die Nacht danach. Ich ging in meine Wuchermiete-Unterkunft und ließ den Tag nochmal an mir vorbeiziehen. War diese eine gute Tat an der Edeka-Kasse der Auslöser für den Tablettenfund und die Begegnung mit Johann? Ich wusste da noch nicht einmal, dass er Johann heißt. Hatte Gott auf meine gute Tat gewartet, um mir mit den Tabletten einen Ausweg aus meiner Hölle zu zeigen? Und wenn ich in der Hölle war, warum hatte ich dann die Begegnung mit diesem wundervollen Mann? Solche Dinge passieren nicht in der Hölle. Ich wusste nicht, was das alles bedeutet." - Ich schon, Josefine. Ich sag's dir nachher, wenn ich meine Geschichte erzähle. - - Oh, noch eine Überraschung? - - Ja, ich war selbst überrascht. Warte bis nachher. - - Das wird schwierig. - Wir müssen lächeln. "Von da an verging die Zeit ganz langsam, weil es einfach nicht Freitag werden wollte. Ich freute mich riesig und ich wollte ihn unbedingt wiedersehen. Und er kam wieder. Ich konnte meine Freude nicht verbergen, als er anhielt, und strahlte übers ganze Gesicht. Er lächelte ebenso. Ich stieg ein und bevor er losfuhr, ...
... gab ich ihm erstmal einen richtig guten Kuss. Als er am Parkplatz ankam, gingen wir nach hinten und machten da weiter, wo wir an meinem Geburtstag aufgehört hatten. "Mein Name ist Josefine." sagte ich ihm. "Ein sehr schöner Name," antwortete er, "ich heiße Johann." "Auch ein schöner Name, und beide Namen haben etwas gemeinsam." "Sie fangen mit J an." "Gefolgt von einem o." Wir lachten. Es tat so gut, mal wieder lachen zu können. Wenn ich mit Johann zusammen war, dachte ich nicht daran, was ich war. Es war wie eine Liebesbeziehung. Alles fühlte sich echt an, echte Küsse, echte Leidenschaft. Der Sex, den wir hatten, war keine Sexarbeit für mich, es war... wie soll ich es ausdrücken? Es war Liebemachen. Aber ich fürchtete mich davor, mich zu verlieben. Natürlich wusste ich, dass mir mit Johann nicht das gleiche passieren würde wie mit Zlatko, aber irgendetwas in mir verhinderte, dass ich Johann sagen konnte, dass ich ihn liebe. Wir redeten viel mehr miteinander, als an meinem Geburtstag. Es war das vierte Mal, dass wir zusammen waren, da fragte er mich, ob ich nicht aufhören könnte mit dem, was ich mache. Ich weinte und sagte, dass ich das gerne tun würde, dass es aber nicht ginge. Ich erzählte ihm von der Spritze, von deren Verabreichung ich abhängig war. Er war sehr betroffen. Er versprach, dass er sich schlau machen wollte. Er wollte herausfinden, was das für ein Medikament sein könnte und wie man davon loskommt. Aber er schaffte es nicht. Ein kleiner ...