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Ein Herz und zwei Seelen -- Josefine Selma
Datum: 30.07.2026, Kategorien: Romantisch
... sein, die er auf ihr Telefon gemacht hat. Also beschlossen wir, das Ding dazulassen. Oh, und dann gingen wir unter die Dusche. Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie erstaunt ich war, dass warmer Regen aus dem Ding raus kam. Und es konnte sogar von unten nach oben regnen, als Josefine uns da unten sauber machte. Ich staunte über fast alles, was ich sah, ich war in einer ganz anderen Welt, alles war anders. Und doch gab es etwas, was gleich war und ist, und das ist die Liebe. Josefines Liebe zu Johann und meine Liebe zu Johannis. Vielleicht ist es auf wundersame Weise dieselbe Liebe. Und deshalb, Josefine, ich habs dir noch nicht gesagt, aber wir müssen Johann unbedingt wiedersehen, möglichst schnell. Wir müssen ihn finden. Aber ich will jetzt erzählen, wie es weiterging. Wir beschlossen, aus dem Fenster zu springen. Josefine war vollkommen anders geworden. Sie war voller Mut, wusste genau was sie tat. Wir liefen zu einer Spedition, um uns dort in einer Schlafkabine des Lkw zu verstecken, damit uns der Fahrer aus der Stadt bringt. Alles klappte wie geplant, aber wir schliefen in der Kabine ein. Der Fahrer weckte uns und fragte böse, ob wir ihn bestehlen wollten. Wir versicherten ihm, dass wir das nicht wollten und er glaubte uns. Dann gingen wir in eine Raststätte und tranken einen Kaffee. Das ist ein seltsames Getränk, ich weiß nicht, ob ich mich daran gewöhnen kann. Aber zurück zur Flucht. Josefine vertraute sich dem Fahrer an und erzählte, warum wir auf der ...
... Flucht sind. Ich lernte wieder ein neues Wort, es heißt Zuhälter. Der Fahrer war ein wundervoller Mensch. Er nahm uns mit zu sich nach Hause. Es war ein riesiges Haus, wo er wohnte. Ich lernte, was ein Aufzug ist und was der im Bauch anrichten kann, wenn er nach oben steigt. Der Fahrer, er heißt Jonas, stellte uns seine Frau Lara vor. Sie ist ein ebenso wundervoller Mensch und sie ist schwanger. In zwei Monaten ungefähr werden die beiden zu dritt sein, sie bekommen einen Sohn. Josefine hat ihr erzählt, dass sie sich davor fürchtet, nach Hause zu kommen, weil ja das mit den Bildern war. Aber Lara machte etwas ganz wunderbares. Sie nahm einfach unsere Hand und legte sie sich auf den Bauch. Wir konnten fühlen, wie sich der Junge darin bewegt. Und dann sagte sie, dass sie ihren Sohn niemals verstoßen würde, egal, was er macht. Und sie sagte, dass du, Mama und du, Papa, uns in die Arme schließen werdet und dass wir dann alle Rotz und Wasser flennen werden. Genauso ist es gekommen. Und hier sind wir nun. Josefine und Selma, ein Herz und zwei Seelen. Ich bin Josefine wirklich unendlich dankbar, dass sie meine Seele bei sich aufgenommen hat. Wir haben beschlossen, dass wir fortan Schwestern sein wollen. Und noch was. Vorhin, als wir alle draußen spazieren waren, da war ich es, die euch alle einmal herzlich drücken wollte. Josefine hatte an mich übergeben. Ich wollte euch einfach nur mal wissen lassen, wie sehr ich euch mag." Da unterbricht mich Mama, indem sie mich ganz ...