1. Die Abenteuer der Maya Klein 01


    Datum: 31.07.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... befindlichen Treppenhaus", meldete sie.
    
    „Die sind oben nicht mehr rausgekommen. Du hast sie also nun für dich. Wir sind hinter dir, Klein! Sag uns, wie wir dir helfen sollen, wenn es zu heiß wird."
    
    „Ich probiere es!", erwiderte sie und sah um die Ecke. Aufgeregte Schreie tönten, dann brachen Schüsse aus zwei Dutzend Waffen los.
    
    Putz und Betonbrocken flogen an der Ecke vor Maya weg, während Geschosse mit kläglichem Wimmern abprallten oder vorbei jaulten.
    
    Maya trat ein Stück zurück. Sie befand sich etwas über der letzten Ebene, deren Parkbereich sich links unter ihr erstreckte. Sie atmete tief durch, steckte die Waffe zurück in die Halterung, dann lief sie auf die gegenüberliegende Seite der Rampe, um Anlauf zu nehmen. Sie sprintete von dort aus los, sprang mit beiden Beinen voran gegen die Mauer, brach durch sie hindurch und fiel auf ein Wagendach, von dem sie sich sofort nach rechts abrollte.
    
    Aufgeregte Schreie, dann wurden wieder Schüsse auf sie abgegeben. Auf allen vieren kroch sie ein Stück zurück, griff unter die Stoßstange eines Kombis und schleuderte ihn der Länge nach auf das Wagendach, begleitet von einem Poltern und Quietschen.
    
    „Polizei! Ergeben Sie sich!", brüllte sie.
    
    Statt Zeichen der Aufgabe tönten weitere Schüsse.
    
    „Maya, was ist los?", fragte Mangold besorgt.
    
    „Bin auf der unteren Ebene. Alles in Ordnung! Schritte rechts, zwei kommen zu euch hoch. Sie sind bewaffnet."
    
    „Verstanden!", kam es kurzangebunden zurück.
    
    Maya krabbelte ...
    ... auf allen vieren, zog die Waffe und wechselte erneut deren Magazin. Grün! Sie wollte nicht töten, auf keinen Fall.
    
    Links neben ihr schlugen Kugeln in Wand und Fahrzeuge. Mehrere Alarmanlagen gingen los, durchbrochen von aufgeregten Rufen. Maya aber robbte weiter, kam hinter das umgestürzte Fahrzeug und legte sich auf ihren Rücken. Sie suchte die Stelle an der Mittelsäule, dann trat sie mit beiden Füßen zu.
    
    Mit brutaler Gewalt flog der Wagen den Fahrstreifen entlang, überschlug sich, prallte gegen die Decke und knallte im nächsten Bruchteil einer Sekunde in einen abgestellten Transporter. Maya aber richtete sich auf und schoss jetzt auf einen dicken Mann mit einer Pumpgun, welche er in diesem Moment auf sie anzulegen versuchte. „BROOOOOM!" Am rechten Bein getroffen, schrie er auf, stürzte nach vorn und schlug mit dem Gesicht auf dem Asphalt auf.
    
    Eine Handgranate fiel vor ihr auf den Boden und kollerte unter ein parkendes Auto. Maya aber reagierte sofort, riss das Auto der Länge nach hoch und nutzte es als Schutzschild gegen die Detonation, während sie auf den Werfer schoss, der in diesem Moment hinter einen Begrenzungspoller in Deckung hechten wollte. Im Flug getroffen, prallte er gegen die Garagenwand und blieb stöhnend liegen.
    
    „Polizei! Ergeben Sie sich!", schrie Maya noch einmal.
    
    „Okay! Nicht mehr schießen!", tönte eine heisere Stimme. „Wir legen Waffe auf Boden."
    
    Männer tauchten hinter abgestellten Autos und Betonabgrenzungen auf. Doch waren es nicht alle. ...
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