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Hurenleben (6)
Datum: 01.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... finalen Schlag aus: „Du denkst, mit einer Hure -- selbst wenn sie noch so sehr abweicht von dem Bild, das du bisher von Huren hattest -- ist eine Beziehung auf Augenhöhe illusorisch? Gut für einen Fick, gut für ein Wochenende mit viel Sex. Aber nichts für mehr. Ist es nicht so?" Diese Frau scheint Männer, mit denen sie sich emotional einlassen könnte, auf die Probe zu stellen. Mehrfach. Gestern Abend erst die körperliche Zurückhaltung. Als wenn sie checken wollte, ob ich sie nicht doch bedränge. Und jetzt diese Gretchenfrage. Ich brauchte einen Moment, doch dann hatte ich mich gesammelt. „Wenn deine Fragen den Sinn haben, herauszufinden, ob ich mir mit dir etwas Festeres, eine Beziehung, vorstellen könnte -- dann kann ich dir sagen: Ja. Keine Ahnung, ob und wie es klappen würde, schließlich leben wir in zwei verschiedenen Städten. Aber ja, ich finde dich liebenswert im Sinne des Wortes, ich finde dich klug, interessant und interessiert. Ich fühle mich wohl in deiner Nähe. Nicht zu vergessen: Sexy finde ich dich natürlich auch." Der Aspekt musste sein, denn das Gespräch verlief bisher zu ernst für eine Situation, in der wir beide nackt auf dem Bett lagen und uns kurz zuvor die Seele aus dem Leib gevögelt hatten. Lisa lächelte ob dieser Lawine an Komplimenten, aber sie schien zu wissen, dass da noch so etwas wie ein ‚Aber' kommen könnte. Und direkt, wie sie ist, sprach sie es an: „Aber?" Sie unterstrich die Frage mit einem zärtlichen Nasenstüber und einem Anstupsen ...
... meines Schwanzes. Auf jeden Fall würde es mir etwas ausmachen, wenn die Frau an meiner Seite sich prostituiert. Finanzielle Gründe würde es in unserem Fall nicht geben. Ich verdiene ganz gut, und sie hat auch einen Job. Mit dem kann sie keine Reichtümer anhäufen, klar, aber wer kann das schon? Ich auch nicht. Und trotzdem geht es mir gut, ginge es uns zusammen sogar noch besser. „Ich will ehrlich sein", begann ich also, „mir fällt die Vorstellung schwer, ich wäre mit dir zusammen, und du würdest währenddessen im Puff arbeiten. Überleg' mal, ich frag' dann so: ‚Na, wie war dein Tag?', und du antwortest darauf so was wie ‚Ganz gut, habe heute sechs Kunden befriedigt, also ordentlich verdient. Zwei von denen waren leider großkalibrig ausgestattet, jetzt tut mir der Unterleib weh.' Ich würde dann sagen, ja okay, du hast ja jetzt ohnehin ein paar Tage Pause, das heilt dann schon wieder. Und du dann: ‚Danke Schatz, an Sex ist in der nächsten Zeit echt nicht zu denken, das verstehst du ja.' Nun, Lisa, so etwa?" Betreten blickte sie an die Decke. Dann holte sie tief Luft: „Das heißt, wenn aus uns beiden etwas werden soll, dann muss ich meinen Job als Prostituierte aufgeben. Richtig verstanden?" Klar, das würde es in letzter Konsequenz heißen. Müsste das nicht auch für sie die logische Konsequenz sein? Ich bin kein Treuefanatiker, und ein Seitensprung, von dem ich am besten gar nichts weiß, würde mich nicht in eine Krise führen. Aber eine Prostituierte als Lebensgefährtin? ...