1. Meine Schwiegertochter


    Datum: 02.08.2026, Kategorien: Romantisch

    ... bestimmend.
    
    Etwas lockerer wurde es, als das Thema gemeinsame Wohnung zur Sprache kam und ich mich mit meinen Vorschlägen einbringen konnte. Ingrid schlug vor, dass Karin und sie schon mal die Küche aussuchen sollten und ich die notwendigen Arbeiten organisieren sollte.
    
    Auf dem Nachhauseweg brachte ich meine Bedenken hinsichtlich des Verhältnisses zwischen den beiden jungen Leuten gegenüber Ingrid zur Sprache, wurde aber ungewöhnlich heftig abgebügelt. Im Endeffekt wurde alles auf meine ständige Abwesenheit geschoben und dass Karin schüchtern ist. Sie hat eben großen Respekt vor mir und kennt mich ja nicht.
    
    Während dieser Anwesenheit schaffte ich es noch, die notwendigen Arbeiten an der Küche mit den Firmen abzustimmen und Ingrid und Karin suchten auch die Küche aus. Bis zur Hochzeit würde alles fertig sein, so dass das junge Paar gleich in ihre Wohnung ziehen konnte.
    
    Da der Termin der Hochzeit meines Sohnes genau in eine wichtige Phase der Fertigstellung des Bauvorhabens fiel, das ich gerade beaufsichtigte, konnte ich nur 3 Tage Urlaub erhalten und kam am Vortage der Hochzeit erst gegen 12 Uhr bei der Familie an. Schnell ein wenig frisch gemacht und dann gemeinsames Mittagessen. Der sonst immer groß gefeierte Polterabend war klein und sehr ruhig. Auch die Nachbarn waren diesmal mehr als zurückhaltend. Am nächsten Tag ging es zum Standesamt und abschließend zu einem Festessen in kleinster Runde. So richtig kam die Feier nicht in Gang und dann fuhren die ...
    ... Brautleute in die Flitterwochen nach Südfrankreich.
    
    Ingrid hatte wirklich alles perfekt organisiert und meine Bemerkungen, dass die Braut nicht wirklich glücklich aussah, wurde fast wütend abgewürgt. So hatte ich meine Frau in all den Jahren nicht erlebt. Wo war die sanfte, fast unterwürfige Frau geblieben, hier war sie eher der Löwe, der sich vor die Brautleute warf. Einerseits wäre ich gerne noch länger geblieben, aber jetzt war ich froh, dass ich meine Bedenken für mich behalten konnte und durch den Job von solchen Gedanken abgelenkt wurde. Irgendwas stimmte an dieser Verbindung nicht und Ingrid sah es nicht oder wollte es nicht sehen.
    
    Als ich nach drei Wochen wieder zu Hause eintraf, waren die jungen Eheleute schon in ihre Wohnung gezogen und ich sah Karin jeden Tag. Frank studierte noch und kam nur an den Wochenenden zu seiner Frau. Auch wenn er seine Frau bei der Begrüßung auf die Wangen küsste, sah das nicht sehr verliebt aus. Aber was ging mich das an. Ich war doch nur Gast in diesem Hause und Ingrid und ich spielten nur das große Liebespaar. Ich konnte mich schon fast nicht mehr daran erinnern, wann ich das letzte Mal mit meiner Frau intim gewesen bin.
    
    So verging fast ein Jahr und zu meiner Verwunderung war kein Enkelkind zu erwarten. Karin hatte sich eingelebt und Frank studierte weiter und verbrachte die Wochentage in Erfurt. Mit Karin verstand ich mich gut. Sie war zwar sehr zurückhaltend, man konnte aber erkennen, dass sie eine verständige junge Frau ist und dazu ...
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