1. Die Brautentführung


    Datum: 07.08.2026, Kategorien: Sonstige,

    ... sah in ihrem Terminkalender nach, nannte der Ärztin das Datum und bestätigte, dass sie an sich einen regelmäßigen Zyklus hätte. Es kam schon mal vor, dass ihre Periode mal ein oder zwei Tage früher oder später einsetzte, aber im Großen und Ganzen hatte sie einen regelmäßigen Zyklus. Daraufhin errechnete ihre Ärztin, dass Runa in der neunten Schwangerschaftswoche sein müsste.
    
    "Was, schon in der neunten Woche?", rief Runa überrascht.
    
    "Ja, da haben Sie sich aber viel Zeit gelassen. Normalerweise kommen meine Patientinnen viel früher zu mir, wenn ihre Periode ausbleibt. Da sie ja schon in der 9. Woche sind, würde ich auch jetzt eine Ultraschalluntersuchung machen. Die wäre jetzt normalerweise zwischen der 9. Und 12. Woche eh fällig. Oder möchten Sie lieber etwas später zur Untersuchung kommen, dann müssten Sie einen neuen Termin vereinbaren.", sagte die Ärztin.
    
    "Nein, jetzt wäre schon okay.", antwortete Runa.
    
    "Dann legen Sie sich bitte auf die Liege und machen den Bauch frei."
    
    Die Untersuchung bestätigte das Ergebnis des Schwangerschaftstest.
    
    "Meinen Glückwunsch, Frau Bergwacht, Sie werden Mutter. Und die neunte Schwangerschaftswoche dürfte auch hinkommen. Ich stelle Ihnen dann gleich Ihren Mutterpass aus, den Sie bitte immer bei sich haben. Sie bekommen dann auch noch Unterlagen in denen alles Wichtige zu Ihrer Schwangerschaft steht, und dann vereinbaren Sie bitte schon die Termine für die weiteren Vorsorgeuntersuchungen. Haben Sie noch Fragen, Frau Bergwacht?" ...
    ... Sie gab Runa einen Ausdruck des Ultraschallbildes, auf dem der Fötus zu sehen war.
    
    Runa zögerte. Dann fragte sie:
    
    "Bis wann kann ich einen Schwangerschaftsabbruch vornehmen lassen?"
    
    "Wollen Sie das wirklich? Meiner Ansicht nach besteht dafür kein Grund. Der Fötus zeigt keinerlei Auffälligkeiten und entwickelt sich prächtig, und auch was Sie angeht, steht einer Empfängnis nichts im Wege."
    
    "Entschuldigung, aber das war keine Antwort auf meine Frage.", sagte Runa.
    
    "Nun, ein medikamentöser Abbruch ist nur bis zur 9. Schwangerschaftswoche zulässig, und bei Ihnen nicht mehr angesagt. Es bliebe dann noch ein operativer Eingriff, der aber auch zu schweren Komplikationen führen kann, schlimmsten Falls können Sie danach keine Kinder mehr bekommen und in seltenen Fällen sind auch schon Patientinnen gestorben. Auf jeden Fall müssen Sie mit Schmerzen, Nachblutungen, die zum Teil wochenlang anhalten können und sehr selten mit massiven Blutungen rechnen. Zudem besteht ein erhöhtes Infektionsrisiko. Ich als Ärztin kann Ihnen nur von einer Abtreibung abraten. Aber eigentlich sollten Sie das doch selber wissen, Frau Bergwacht. Sie sind doch selber Ärztin."
    
    "Ja, aber nicht auf dem Gebiet der Gynäkologie tätig. Da vertraue ich doch lieber auf Ihre Erfahrung.", meinte Runa.
    
    "Das ist eine sehr vernünftige Einstellung, Frau Bergwacht, da kenne ich auch anderes. Wie dem auch sei, überlegen Sie sich gut, was sie wollen. Je weiter das Wachstum des Fötus vorangeschritten ist, umso ...