1. Da kommt dein Bus -4-


    Datum: 09.08.2026, Kategorien: CMNF

    Hier auf dem Dachboden kam kein Sonnenlicht herein, deshalb wachten wir auch nicht von selbst auf.
    
    Es war schließlich Tom, der hochkam und uns weckte. „Na, ausgeschlafen, meine Damen?“
    
    ‚Ok, mit Damen durfte er uns gerne anreden. ‘
    
    ging mir durch den Kopf. Gestern hatten sie uns ja noch ganz anders bezeichnet.
    
    „Guten Morgen“ antwortete ich und auch Franzi war inzwischen aufgewacht und begrüßte ihn auch mit einem Guten Morgen.„Dann kommt mal runter und duscht euch, wir sind schon fertig damit.“
    
    Ich musste daran denken, was gestern noch im Bad alles passiert war, als wir auch nur duschen wollten und lief schon wieder rot an.
    
    „Keine Sorge, Eva ist weggefahren, ein paar Sachen besorgen.“
    
    Irgendwie ließ mich diese Nachricht erleichtert wirken. So ganz hatte mein Verstand wohl noch nicht verarbeitet, dass ich ihr gestern versprochen hatte, immer ihren Befehlen zu gehorchen.
    
    Wir packten unser Handtuchlager zusammen und entschieden uns, vor der Dusche die Wäsche zu machen.
    
    Die Maschine war auch tatsächlich noch voll, wir hatten sie ja gestern noch eingeschaltet und da wir am Wäscheplatz schliefen, konnte sie auch kein anderer ausgeräumt und aufgehängt haben. Nachdem wir sie ausgeräumt hatten, schalteten wir die Maschine mit unseren Handtüchern ein, damit diese wieder frisch wurden.
    
    Nachdem wir dann die Wäsche auf dem Dachboden aufgehängt hatten, fühlte ich mal bei Franzis Klamotten, aber die waren noch total feucht. Kein Wunder, hatten wir sie doch ...
    ... gestern erst hier aufgehangen. Mir kam die Zeit schon viel länger vor.
    
    Als wir das Bad betraten, wartete dort Tom auf uns.„Ich habe im Moment nichts Besseres zu tun und schaue euch lieber beim Duschen zu.“
    
    ‚Was sollten wir auch schon dagegen haben? ‘
    
    dachte ich ironisch.
    
    Wir duschten dann ausgiebig und genossen das warme Wasser. Wie gut das tut! Die Anwesenheit von Tom hatte ich schon fast vergessen. Aber beim Verlassen der Dusche sagte er plötzlich: „Das Abtrocknen übernehme ich.“
    
    ‚Geht das schon wieder los? ‘
    
    dachte ich in Erinnerung an gestern, aber er wandte sich Franzi zu und rubbelte sie trocken. Dabei nahm er sich genau so viel Zeit, wie gestern bei mir, erkannte ich fast ein wenig eifersüchtig.
    
    ‚Bin ich verrückt? Ich sollte froh sein, dass ich heute nicht sein Opfer war...‘
    
    Ich rubbelte mich schnell trocken und warf einen Blick zum Waschbecken.
    
    „Habt ihr zufällig eine übrige Zahnbürste?“
    
    „Nein, leider nicht. Eva wird aber sicher zwei mitbringen.“
    
    Er führte uns in die Küche und erklärte uns dort alles Mögliche.
    
    Von der Kaffeemaschine über den Wasserkocher, den Eierkocher – und wie lange Eva ihr Ei gekocht mag.
    
    ‚Sag mal, denkt der, wir bedienen die beiden in Zukunft? ‘
    
    Auch wenn ich dies nur dachte, aber darauf schien es hinauszulaufen. Sollten wir dem Ganzen jetzt einen Stop setzen oder weiter mitspielen? Ich kam zum Schluss, wenn wir hier waren, warum sollten wir dann nicht im Haus mithelfen?
    
    Nun passte ich besser auf, was er uns ...
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