1. Ein unerwarteter Segeltörn Komplett


    Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal

    ... offensichtlich war, dass er sie sehr hübsch fand.
    
    »... dass jemand wie du solo ist.«
    
    Sie wandte ihren Blick von dem gedachten Ziel am Horizont auf ihn und fragte: »Was meinst du mit ›jemand wie du‹?«
    
    »Kannst du dir nicht denken, was ich meine?«
    
    »Nee, weiß ich nicht.« Als er weiter zögerte, hakte sie nach: »Komm sag schon!«
    
    »Nun... eine junge,... gut... gut aussehende Frau, wie du eine bist, die kann sich doch bestimmt nicht vor Verehrern retten. -- Sagt man das nicht so?«
    
    »Danke für das ›gut aussehende‹! -- ja, immer wieder versuchen es welche bei mir. Aber im Moment lass ich sie alle links liegen, denn ich will so schnell wie möglich durchs Studium kommen, da ich möglichst bald in die Klinik möchte. Ich habe so viel Lust, mit Menschen zu arbeiten, ihnen zu helfen, dass ich alles andere ignoriere.«
    
    »Hmm, verstehe.«
    
    Thomas schwieg, da er nicht wusste, wie er das Gespräch fortsetzen sollte. Er ließ seinen Blick über das Meer schweifen und entdeckte in der Ferne eine Reihe anderer Schiffe. Anhand der Positionslaternen las er, dass einige in dieselbe Richtung fuhren wie sie und andere ihnen entgegenkamen. Nach einer Weile unterbrach Melanie die Stille: »Und wie ist das bei dir?«
    
    »Was meinst du?«
    
    »Hast du eine Freundin, die zu Hause auf dich wartet. Gibt es ein Mädchen, für das dein Herz schlägt?«
    
    Hätte ich doch meinen Mund gehalten, verfluchte er sich innerlich und gab zögernd zu: »Nein -- und...«
    
    »Was meinst du mit ›nein -- und‹?«
    
    »Nein ...
    ... es gibt kein Mädchen.«
    
    »Und das ›und‹?«
    
    »Nun, du hast ja zwei Fragen gestellt. Dir ist vielleicht gar nicht aufgefallen, dass sie gegebenenfalls zwei unterschiedliche Antworten haben könnten. -- Du hast außerdem gefragt, ob mein Herz für ein Mädchen schlägt.«
    
    »Und? Gibt es eine?«
    
    »Nun ja. Ich würde nicht so weit gehen, dass mein Herz für sie schlägt. -- Aber sie interessiert mich.«
    
    »Und wer ist sie? Hast du sie im Studium oder an der Uni kennengelernt?«
    
    »Nein.«
    
    »Und...?«, hakte sich nach.
    
    »Sie... stammt aus meiner alten Heimatstadt.«
    
    »Kennst du sie von der Schule?«
    
    »Jein.«
    
    »Was denn nun? Kenne ich sie?«
    
    »Ja doch, ich gehe davon aus, dass du sie kennst?«
    
    »Willst du es mir verraten?«
    
    »Du musst mir versprechen, dass du ihr nichts sagst«, verlangte er.
    
    »Och komm, in zwei Wochen habe ich den Namen sowieso wieder vergessen.«
    
    »Das glaube ich nicht. Bitte versprich es mir.«
    
    »Gut, ich verspreche es dir. Du machst es aber spannend.«
    
    »Du kennst sie ziemlich gut. Schon seit dreiundzwanzig Jahren.«
    
    Melanie hatte das Gefühl, einen leichten Stich versetzt zu bekommen, fuhr mit dem Kopf herum und fragte mit leicht erhobener Stimme: »Du sprichst von meiner Schwester?«
    
    »Nun,... ja!«, gab er mir leiser Stimme zu.
    
    »Woher kommt das plötzliche Interesse an ihr? Wir kennen uns alle doch schon seit so vielen Jahren, und ihr beide studiert heute in unterschiedlichen Städten.«
    
    »Ich kann es schwer erklären. Ich habe sie, seitdem ich die ...
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