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Ein unerwarteter Segeltörn Komplett
Datum: 20.08.2026, Kategorien: Erstes Mal
Ein unerwarteter Segeltörn Vorwort Dies ist meine zweite längere Geschichte. Wer auf ein schnelles Abenteuer aus ist, wird hier enttäuscht. Wie im wahren Leben entwickelt sich die Geschichte nach und nach. Erläuterungen zu den seemännischen Begriffen sind in einem Glossar am Ende zu finden. Die vorliegende Fassung wurde im Frühjahr 2024 und ein weiteres Mal in 2025 komplett überarbeitet. Diese Veröffentlichung umfasst die vollständige Geschichte. Mein besonderer Dank gilt Jochen und Michael für das Gegenlesen dieser Geschichte! Ich danke allen, die sich die Zeit nehmen wollen, meine neue Geschichte zu lesen. Besonders freue ich mich über konstruktive Kritik. Copyright 2022 -- 2025, Tief im Westen Tag 1 - Start in Lemmer Helena griff Thomas an den Po -- mit ganzer Hand -- beherzt! Sie überraschte ihn mit dieser Aktion -- völlig! Keiner ahnte in diesem Moment, dass dies zu einem Schlüsselerlebnis für alle Beteiligten werden sollte. An einem Samstag Mitte Juli, hatte Thomas sich von seinen Eltern verabschiedet, denn deren Nachbar Klaus-Peter hatte ihn zu einem Segeltörn auf seiner Jacht nach England eingeladen. Mit von der Partie waren Klaus-Peters Töchter, Melanie und Helena. Zusammen waren sie frühmorgens an diesem Tag nach Lemmer, am IJsselmeer aufgebrochen, um dort an Bord der Kassiopeia zu gehen. Angekommen luden sie ihr Gepäck und die Vorräte aus und brachten sie auf das Segelboot. Hierbei handelte es sich um eine Jacht vom Typ ›Vindö ...
... 40‹. Sie war in klassischer Form mit weißem Rumpf und einem Holzaufbau in Schweden gebaut worden. Das Bootsdeck war mit Teakholz gedeckt und der flache, weiß lackierte Decksaufbau hatte auf beiden Längsseiten kleine Fenster, die Licht ins Bootsinnere ließen. Eine Decksreling aus Holz an den äußeren, oberen Seiten des Aufbaus gab zusätzlichen Halt, wenn man aufs Vorderdeck gelangen wollte. Auf diesem befand sich mittig ein gläsernes Decksluk, sodass Licht in die darunter liegende Bugskajüte fallen konnte. Der Decksaufbau schloss vorne mit dem einzigen Mast des Bootes ab. An ihm waren eine Reihe Beschläge für die Segel angebracht. Im hinteren Teil des Boots befand sich das Cockpit oder auch Plicht genannt, mit dem Steuerrad. Hinter dem Rad und an den beiden Seiten boten hölzerne Sitzbänke Platz. Eine zweiflüglige Tür im vorderen Bereich des Cockpits trennte dieses vom dahinter liegenden Bootsinneren, welches man über eine kleine hinabführende Treppe, auch Niedergang bezeichnet, erreichen konnte. »Komm, Thomas, ich führe dich 'rum!«, forderte Klaus-Peter ihn auf. Thomas folgte ihm und ließ einen ersten Blick über das Boot schweifen. Über allem zeigte sich, dass sich es sich bewährt hatte. An Deck befand sich kein Schnickschnack, alles machte einen soliden Eindruck, und dass sein Gastgeber viel Zeit in die Pflege der Kassiopeia steckte, war unübersehbar: Die Lackierung war tadellos und keiner der Beschläge zeigte eine Spur von Korrosion. Klaus-Peter ging indes im hinteren ...