1. Bomber Harris strikes again


    Datum: 23.08.2026, Kategorien: 1 auf 1,

    ... glücklichste Mensch in London, wenn nicht auf der ganzen Welt. Aber leider sollte das nicht lange anhalten...
    
    [EXKURS]
    
    Am östlichen Ausgang der Underground Station Earls Court in Fulham steht die angeblich letzte Police Box Grossbritanniens. Policeboxen waren vor dem Mobilfunkzeitalter kleine Polizeiwachen, die in der ganzen Stadt verteilt waren. Dort gab es ein Telefon für Notrufe und die Polizei konnte in den Boxen ihre täglichen Tätigkeiten erledigen, wie zum Beispiel Berichte schreiben, ihre Pausen machen, aber auch Gefangene festsetzen bis sie abgeholt wurden. Weltweite Berühmtheit erlangten die Polizeiboxen ab den 1960er Jahren, als ein Exemplar in der BBC-Fernsehserie Doctor Who als Tarnung für die TARDIS (Time And Relative Dimensions In Space) diente, mit dem der Titelheld durch Raum und Zeit reisen konnte. Die TARDIS zeichnete sich u.a. dadurch aus, dass sie von innen grösser ist als von aussen. (Bigger on the inside!)
    
    [/EXKURS]
    
    "Genug getrödelt, wir haben noch was vor!"
    
    ,
    
    hatte es Sophie plötzlich wieder eilig und wollte auf die andere Strassenseite wechseln, wo 50 m entfernt die Bushaltestelle lag.
    
    "Ich muss noch was besorgen"
    
    ,
    
    sagte ich aber zu ihr und blieb auf unserer Seite der Strasse, wo ich auf einen Laden zusteuerte, der nach ein paar Metern kam. Als Sophie erkannte, dass es sich um eine Apotheke handelte, blieb sie abrupt stehen, legte ihre Hand auf meinen Unterarm, ergriff ihn und drückte so fest zu, dass es fast ...
    ... schmerzte.
    
    "Warte!"
    
    ,
    
    befahl sie mir fast, wobei ihre Gesichtszüge eingefroren waren und ihre Haut die Farbe verlor und sich grau verfärbte. Ich sah wie ihre Augen feucht zu glänzen begannen und wusste sofort, dass ich diesmal keine weitere Vorführung ihres trockenen Humors bekam. Ich schaute sie besorgt an, auf eine Erklärung hoffend. Sophies Hand krallte sich noch fester in meinen Arm, sie senkte den Kopf und flüsterte, sodass ich sie kaum verstand:
    
    "Du... wir... wir brauchen das nicht. Es wird nichts passieren!"
    
    Ich war etwas geschockt. War es das jetzt mit dem wunderschönen Traum? Was hatte ich schon wieder falsch gemacht?
    
    "Es KANN nichts passieren! Wie weit ist es zum Hotel?"
    
    Durch ihre schnelle Frage nach dem Hotel hatte ich keine Gelegenheit, ihren ersten Satz zu hinterfragen, wobei ich mir nicht sicher war, ob sie das absichtlich tat.
    
    "Eine halbe Meile schätze ich."
    
    ,
    
    antwortete ich nach bestem Wissen und Gewissen.
    
    "Dann laufen wir, ich habe dir einiges zu erzählen. Viel zu erzählen. Sehr viel."
    
    ,
    
    mit diesen Worten liess sie meinen Arm los, ergriff meine Hand und ging, ohne noch etwas zu sagen mit gesenktem Kopf sehr langsam los. Wir gingen schon ein paar Minuten und sie schwieg immer noch, sie drückte ab und zu meine Hand sehr fest und aus den Augenwinkeln sah ich, wie sehr mehrmals ansetzen wollte, dann aber die Worte runterschluckte und weiter schwieg. Und ich bemerkte, wie sie mehrmals flüchtig Tränen aus den Augen wischte. Ich ging einfach ...
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