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Endlich wieder Frau
Datum: 23.08.2026, Kategorien: Reif
... in sie eindrang. Als würde der Körper selbst ein Gedicht murmeln, Wort für Wort, Vers für Vers. Nicht mehr jung - dachte er. Aber umso wirklicher. Denn was ihn bewegte, war nicht jugendliche Glätte oder das Versprechen bloßer Frische. Es war Tiefe. Eine Gewissheit, die unter der Oberfläche ruhte. Da war kein Zweifel in ihr, kein Fragen, ob sie begehrenswert sei. Sie war. Und das genügte. Ihre Brüste waren keine Behauptung. Sie waren Erinnerung, Erfahrung, Kraft. Sie waren gemacht, um gehalten zu werden - nicht angeschaut. Um gespürt zu werden - nicht bewundert. Und er stellte sich vor, wie er sie spürte. Nicht nur in den Händen. Sondern an seinem Bauch, an seiner Brust, wenn er sich gegen sie presste. Wie sie sich an ihn schmiegten, anpassten, ihm entgegenwiegten. Vielleicht würde sie sich unter ihm winden, nicht in gespielter Lust, sondern in dieser tiefen, schwer kontrollierbaren Bewegung, wenn der Körper aufhört, sich selbst zu kontrollieren. Wenn sie stöhnte - vielleicht leise, vielleicht laut -, wenn ihre Hände seinen Rücken kratzten oder fest umklammerten, als wolle sie ihn ganz in sich ziehen. Und er wusste: Er würde sie ansehen, während er sie nahm. Nicht, weil er sich selbst sehen wollte. Sondern weil er sehen wollte, wie sie sich hingab. Wie sie die Augen schloss. Wie ihr Mund sich öffnete, nur ein wenig. Wie sich ihre Brüste bei jeder Bewegung, bei jedem Stoß bewegten, wie sie lebten - schwer, weich, unaufhaltsam. Wie sie tanzten unter ihm. Nicht für ...
... ihn - sondern mit ihm. Ein Tanz zweier Körper, die sich kannten, obwohl sie sich nie zuvor berührt hatten. Ein Tanz, der kein Ziel kannte außer dem Moment selbst und den Höhepunkt der Lust als Ziel deklarierend. Und wenn es zu Ende ginge - wenn sie sich erschöpft zurücksinken ließen, wenn ihr Atem noch unruhig war und der Schweiß zwischen ihren Körpern zu kleinen Bächen wurde - dann würde er sie halten. Würde seine Hand auf ihren Busen legen, leicht nur, um zu spüren, dass sie noch da war. Dass sie gelebt hatten. Und vielleicht - ganz vielleicht - würde sie dann leise lachen. Dieses warme, dunkle Lachen, das Frauen haben, wenn sie wissen, dass sie alles gegeben haben "Sie wohnen in der Nähe?", fragte Anna. Er nickte, ganz in anderen Gedanken noch verharrend, die nicht spruchreif waren und druckreif schon gar nicht. Wie konnte er nur so denken, surrte es in ihm, aber der Gedanke war zu schön, um abrupt enden zu dürfen. "Ein paar Gassen weiter. Und Sie?" "Alte Villa. Mit Garten. Eigentlich zu groß. Aber ich mag es nicht, Dinge aufzugeben, nur weil andere sagen, man müsste ... wenn man alleine ..." Er lächelte. Und sah, wie sich eine Windböe in ihrer Bluse verfing, wie Anna in ihrer Reaktion diese glattstrich - und wie ihre Hand dabei ihre Brust leicht streifte. Nicht gewollt. Aber auch nicht erschrocken. Er sagte: "Darf ich Sie - also, dürfen wir - Sie ein Stück begleiten?" Sie zögerte. Aber dann nickte sie. Und er ahnte schon längst, dass sie jetzt nicht ...