1. Im Steinkreis


    Datum: 25.08.2026, Kategorien: BDSM

    ... wollte.
    
    "Die Rune besteht aus 64 Linien. Nehmen wir an, die Frau hat 64 Qubits geschaffen, dann hat sie einen Raum mit 2 hoch 64 Basiszuständen aufgespannt. Damit ist das gesamte Wissen der Menschheit codierbar. Du kennst sicher das Gleichnis mit den Weizenkörnern auf dem Schachbrett, deren Anzahl von Feld zu Feld verdoppelt wird und am Ende erhalt man eine Menge, die das menschliche Vorstellungsvermögen übersteigt. Unvorstellbar groß kann auch die im Steinkreis codierte Information sein."
    
    "Dann muss ja noch Platz sein, um etwas hinzufügen", ergänzte Simone.
    
    "Ja, mit Sicherheit", erwiderte Mart.
    
    "Dann haben wir die Macht, etwas zu verändern - in uns selbst und in der Welt. Ich will die Schule der Liebe im Sinne der Zeremonienmeisterin fortführen."
    
    "Liebesschule?", fragte Mart ein wenig skeptisch nach.
    
    "Ja, Mart. Schau dich um. Viele Probleme in unserer Welt - die Gewalt, die Einsamkeit, die Angst - sie wurzeln in der Unterdrückung von Eros und Liebe. Die Libido, die Lebenskraft, ist heilig. Sie ist die Zeugungskraft des Universums."
    
    "Keine Masken, keine Lügen - nur bedingungslose Ehrlichkeit zwischen den Menschen. Sexualität und Liebe dürfen nicht länger als isolierte, private Erfahrungen betrachtet werden."
    
    "Das klingt revolutionär. Aber was, wenn die Menschen nicht bereit sind, sich so zu öffnen?", Mart wusste um die liberale Einstellung Simones, was Sex anbelangte.
    
    "Du meinst wohl, wenn Du nicht bereit bist, dich zu öffnen", erwiderte ...
    ... Simone mit einem Augenzwinkern, "dann werde ich dir ein wenig auf die Sprünge helfen." Und sie warf sich ihm entgegen.
    
    Ihre Körper fanden sich in einem Ringen. Sie wanden sich ineinander, ein Geflecht aus Klammern und Lösen, ein Gefüge aus Alberei und Rangelei, Kontrolle und Hingabe. Voller Erregung rollte sich Mart auf Simone, dieses Mal war er obenauf.
    
    Endlich drang er ein, seine Lendenstöße wurden zum Rhythmus des Seins, jeder tiefe Atemzug eine Bestätigung ihrer Einheit, eine Welle, die sie ergriff, um sie wieder in die nächste zu werfen. Ein Stöhnen entglitt ihren Lippen, ein raues Echo der Gefühle, die sie überfluteten, ein Schluchzen, das die Unfassbarkeit ihres Verlangens preisgab.
    
    In dem Moment, in dem sich Mart in ihrem Delta ergoss, da spürte er doch so etwas wie die überwältigende Verbindung. Sie mit allem zu erfüllen, gab ihm das unvergleichliche Gefühl von Ganzheit. Es war, als würden ihre Wesen verschmelzen, keine Grenzen, kein Außen - nur sie beide, vereint in einer Intimität, eingebettet in den großen Energiefluss der Menschheit durch Raum und Zeit.
    
    "Ist das nicht unendlich schön?", fragte Simone, als sie noch ein wenig atemlos nebeneinanderlagen.
    
    Informationen gehen im Universum nicht verloren, im Gegenteil sie werden fortgeschrieben. Die Kopplung über die Epochen ist nicht nur ein Beleg für die Zeitlosigkeit des Eros und der Vision, sondern auch für die Macht, die wir als Individuen haben, das Gefüge der Realität zu beeinflussen. 
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