-
Frau aus Glas Teil 02
Datum: 27.08.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,
... trocken. „Persönliches Forschungsinteresse", sagte sie. Und dieses Mal war ihr Lächeln... nicht mehr harmlos. Ein Windhauch ging durch die Linden. Blätter rauschten. Mein ganzer Körper prickelte. Sie schlug das Buch zu. „Ich muss unterrichten. Bis bald, Frau Stegner." Sie stand auf, nahm ihre Tasche, ging. Ich blieb zurück. Meine Beine zitterten. Und mein Slip war feucht. Ich saß noch eine ganze Weile auf der Bank, nachdem sie gegangen war. Das Rauschen der Blätter hatte plötzlich etwas Intimes, beinahe Obszönes. Mein Körper vibrierte noch von ihrem Blick, meiner Brust war warm, mein Unterleib gespannt, mein Atem zu flach für diese Jahreszeit. Ich zwang mich aufzustehen, schob mein Fahrrad mit zittrigen Fingern und versuchte, meine Beine unter Kontrolle zu bringen. Natürlich kam ich nur bis zur nächsten Bordsteinkante, bevor ich den Lenker zu scharf zog, auf die Pedale trat, wegrutschte und beinahe eine Omi mit Rollator überfuhr. „Entschuldigung!", rief ich, strauchelte, fing mich, schob das Rad hektisch weiter. Mein Fuß schleifte halb über den Asphalt, mein rechtes Hosenbein hatte einen Fettfleck vom Kettenblatt abbekommen. Ich war ein wandelndes Verkehrshindernis mit schwitzendem Verlangen zwischen den Schenkeln. Irgendwie schaffte ich es nach Hause. Die Tür knallte hinter mir ins Schloss. Ich warf den Rucksack in die Ecke, das Fahrrad gegen die Wand, zog mir das Hemd vom Leib und schmiss mich barfuß an meinen ...
... Schreibtisch. Ich starrte auf das leere Blatt. Büttenpapier. Glatt, schwer, handgeschöpft -- mein Schatz. Daneben das Tintenfass, rot wie getrocknetes Blut. Mein feinster Kalligrafie-Pinsel lag wie eine Waffe daneben. Ich wollte ein Gedicht schreiben. Für sie. Nicht direkt. Nicht mit Namen. Aber mit Herz, Bauch, Lust. Etwas, das zwischen den Zeilen brannte. Ich starrte das Papier an. Und das Papier starrte zurück. Fünf Minuten vergingen. Zehn. Zwanzig. Ich schrieb ein Wort. Strich es wieder durch. Noch eins. „Schönheit". Kitsch. „Verlust". Zu melodramatisch. Ich fluchte, schob alles weg, lief nackt durch die Küche, trank direkt aus der Saftflasche, setzte mich wieder hin. Dann, nach einer Stunde, passierte es. Ich dachte an ihren Blick. An den Schatten ihrer Lippen, als sie sagte: „Interessant." An das Buch in ihren Händen. Und plötzlich floss es. Ich tauchte die Pinselspitze in die rote Tusche, führte sie langsam über das Papier. Schrieb mit flacher Atmung, präzise, bewusst. Jede Zeile ein Seufzer. Jede Kurve eine Berührung. Als ich fertig war, sah ich auf das Gedicht -- erschrocken und beglückt zugleich. Es war nicht perfekt. Aber es war... ich. Und sie. Und irgendetwas dazwischen. Ich ließ es trocknen, faltete es vorsichtig, legte es in ein schlichtes Kuvert und versiegelte es mit einem Tropfen rotem Wachs. Kein Name. Kein Absender. Nur der Text. Nur die Geste. Ich steckte ...