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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... kehrte man auch nicht mehr zu diesem Thema zurück. „Maya? Können zwei Freundinnen von mir dich kennenlernen?", fragte Saskia von oben. Maya schloss ihre Augen. Sie sah hilfesuchend zu Lars hinüber, der sofort für sie ein Machtwort sprach. „Sie gehört diese Woche uns. Vielleicht ein anderes Mal, Sasi. Und komm runter und sag uns hallo! Wie wär das?" Schritte tönten, dann zeigte sich Saskia mit freudestrahlendem Gesicht, trotz der Abfuhr. „Hi!" Sie zwinkerte Maya zu, dann verschwand sie wieder nach oben. „Die ist noch bekloppter als sonst", stellte Günter fest. Auch er schien, trotz seiner Reife, typische Geschwistergefühle für seine Schwester zu hegen. Für Maya war der Abend wunderschön. Ein lockeres Gespräch folgte auf ein reichhaltiges Abendessen. Sandra kochte auf, als ob es sich um eine Henkersmahlzeit gehandelt hätte. Anschließend sah man zusammen einen Film im Fernsehen an. Kurz vor dessen Ende kletterte dann auch Wilma, sich vorsichtig umblickend, auf die Couch und legte ihren großen Kopf über Mayas noch größeren Oberschenkel. Einsatztraining Serverin überblickte die lange Reihe der vierzig Anwärter. Klein stand ganz rechts, es sah einfach absurd aus. Bommel, der Nächstgrößte, wirkte in ihrer Gegenwart wie ein kleiner Schuljunge. Der Übungsplatz war notdürftig wiederhergestellt worden, nachdem Klein hier gewütet hatte. Die Eskaladerwand hatte komplett neu aufgebaut werden müssen. Der damit beauftragte Tischler hatte ungläubig gefragt, was durch ...
... die dicken Bohlen gebrochen war. „Ich habe Ihnen gestern eine Ansage gemacht. Und auch den Vorschlag unterbreitet, dass für die Zeit der Ausbildung drei von Ihnen Frau Klein in ihrem Praxisunterricht begleiten dürfen. Da sie Ihre Gesellschaft ertragen muss, wird sie entscheiden! Also strengen Sie sich an! Damit hätten Sie auch die Chance, direkt im Anschluss Ihrer Ausbildung ins SEK zu wechseln. Doch seien Sie sich auch darüber bewusst, dass Sie Mühe haben werden, aus dem Schatten von Frau Klein herauszutreten." Serverin schritt die Reihe ab. „Fangen wir mit 2 Runden Hindernislauf an! Sechs Kilometer Wanderspaß für Sie! Frau Klein wird sich beteiligen und mit Ihnen bis auf die letzte Runde auf Höhe bleiben. Dann gibt sie alles!" Serverin deutete auf den Startpunkt! „Los! Los! Los! Heute bin ich nicht der Entscheider!" Die Frauen und Männer der Polizeischule liefen an, während Maya sich zurückhielt, um jeden der dreißig Schüler in Augenschein zu nehmen. Serverin drückte sie in die Rolle einer Führungskraft. Ob sie das nun wollte oder nicht. Wahrscheinlich hatte er Angst vor Disharmonie im Einsatzteam. Bommel war nicht nur kräftig, sondern auch ausdauernd. Er hielt kontinuierlich seine Geschwindigkeit, blieb in der Mitte des Feldes und schien mit seiner Kraft hauszuhalten. An der Eskaladerwand hatte er Probleme, schaffte es dann aber mit einiger Mühe. Er holte die verlorene Zeit wieder auf, während Maya als Letzte locker die Wand hinauf sprang, mit der rechten Hand ...