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Die Geschichte der Maya Klein Ende
Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,
... sah. Wie in einem Wunderfilm sah sie die riesige Frau die Wand überspringen. Sie zog sich am Hindernis hoch, kämpfte mit Muskelkrämpfen, überstieg sie und griff nach dem Seil. Von Klein war nichts mehr zu sehen. Was ging nur mit dieser Gestörten? Sie blickte zurück. Mustafa war direkt hinter ihr. Sie würde sich mit ihm wie immer um den Sieg streiten. Es würde sie totärgern, wenn sie ausgerechnet heute Zweite würde. Nicht weil sie glaubte, dass die Klein sie in Betracht zog, sondern weil sie für sich die Bestätigung brauchte, die Beste nach ihr zu sein. Ohne genetische Besonderheiten! Sie ließ sich die letzten zwei Meter fallen, rollte sich im Schlammloch ab und lief weiter. Noch hatte sie Energie, aber die Durststrecke würde kommen, wenn sie nicht langsamer machte. Der Balken! Er war jetzt direkt vor ihr. Sollte sie sich nach dem Deutschafghanen umdrehen? Nein! Solch eine Aktion würde sie nur verlangsamen. Sie fühlte den eiskalten Schlamm auf ihrer Haut. In diesem Moment empfand sie ihn als erfrischend. Ein Sprung auf den Balken, dann lief sie darüber hinweg. Einmal wäre sie beinahe ausgerutscht, aber zum Glück hatte sie sich im letzten Moment gefangen. „Sehr gut!", hörte sie Kleins Stimme, dann lief die riesige Frau auch schon an ihr vorbei. Entgeistert sah sie ihr nach. War sie wirklich von dieser behinderten Kuh überrundet worden? Nicht zögern! Weitermachen. Konzentriert bleiben. Sie hatte hinter sich Mustafas Lachen gehört. Es würde ihn Zeit gekostet ...
... haben. Am Reifenhindernis war sie erneut von der blonden Gigantin überrundet worden. In weiten Sprungschritten war diese mit der Geschwindigkeit eines KFZs an ihr vorbeigezogen, ihre weißen langen Haare wie den Schweif eines galoppierenden Pferdes hinter sich herziehend. Dabei schienen ihre Füße kaum den Boden zu berühren. Das Ziel vor Augen hörte sie hinter sich hektischen Atem. Mustafa tauchte auf ihrer rechten Seite im Blickwinkel auf, mit ihr fast auf gleicher Höhe. Doch er war nicht allein. Bommel war direkt hinter ihm. Er schien noch einmal alles mobilisieren zu wollen. Sich gegenseitig anspornend gaben sie alles. Mellisa sah Sterne vor ihren Augen, dann machte sie einen gewaltigen Satz ins Ziel. Sie sprang der Länge nach an Mustafa vorbei, welcher sich bereits als Sieger gewähnt hatte. Hatte es gereicht? Serverin kam zu der Gruppe Wartender. Noch waren nicht alle Anwärter im Ziel angekommen. Bea war die Letzte, eine junge Kollegin stützend. „Was machen Sie da? Sind Sie dumm?", trat der Ausbilder an die Rothaarige heran. „Es geht hier um Ihre persönliche Leistung und nicht um Samaritergetue. Kapieren Sie das nicht?" Er sah die junge Frau geringschätzig an. „Palmer! Kommen Sie noch einmal als Letzte durchs Ziel, war es das für Sie. Dann reicht Ihre körperliche Eignung nicht aus." Die völlig erschöpfte Frau ließ sich einfach auf den Boden fallen, rollte sich auf ihren Rücken und sah in den Himmel. Maya trat an sie heran und bot ihr die Hand. „Komm! Der Boden ist zu ...