1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... heil wenig später in Dortmund-Sölde an, stellten den Wagen auf dem benachbarten Ladenparkplatz ab, der über das Wochenende frei war, und liefen zu dem roten Backsteingebäude hinüber, in dem der Freund seine Wohnung hatte.
    
    „Schau mal! Ein Engländer!", meinte Saskia beiläufig, den Blick auf eine alte silberne Limousine gerichtet. Maya dachte, die Freundin meinte das Fabrikat, aber es stand ein UK deutlich zu lesen.
    
    Ihre Schritte verlangsamten sich, sie hob ihre Nase, dann horchte sie. Sie wandte sich entgeistert zu Sascha um, der bereits an der Haustür stand und ungeduldig wurde. In diesem Moment summte der elektrische Türriegel.
    
    „Saskia! Gib mir deine Hand!", die Freundin kam der Aufforderung nach, wusste aber nicht, was der Grund dafür war.
    
    Maya unterdessen hob ihren Kopf und blickte auf das Küchenfenster, wo in diesem Moment die Gardine fallengelassen wurde.
    
    Sascha hatte längst verstanden. „Tue wenigstens so, okay? Dass die auf der Straße parken würden, hatte ich jetzt nicht angenommen."
    
    „Du warst das?", fragte Maya. Er nickte. „Ich dachte, ihr könntet das beide gebrauchen."
    
    Wieder kamen ihr die Tränen, es war wie verrückt an diesem Tag. Sie war ständig am Heulen. „Ich hab dich so lieb", flüsterte sie.
    
    „Und ich liebe dich", antwortete er.
    
    „Das ist noch mal ein Geschenk! Ich bin so froh, dass ich dich gefunden habe", erklärte sie ihm, während Saskia die Szene gerührt verfolgte.
    
    „Komm, Sasi! Du gehst direkt voran, damit du nicht wieder ...
    ... wegläufst", erklärte Maya bestimmt.
    
    Sandras Tochter stutzte. Dann begann sie eins und eins zusammenzuzählen. „Nein!"
    
    „Ich fürchte schon! Schneller als gedacht, was?", sie drückte die Hand der jungen Frau. „Bleib ganz ruhig! Du wirst sie wahrscheinlich kaum wiedererkennen. Die gibt sich privat ganz unscheinbar."
    
    Saskia atmete tief durch, trat ins Treppenhaus und nahm die Treppe nach oben.
    
    „Happy Birthday, Maya!", riefen Stimmen von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen. Das Treppenhaus, aber auch der ganze Flur der Wohnung war voll junger Menschen.
    
    Ein „Happy Birthday to You" wurde gesungen, Maya von Manfred und Hevi umarmt, dann waren Serkan und Can dran, gefolgt von vielen weiteren Freunden. Das Geburtstagskind stellte Saskia vor, während sie die kleine Peggy auf ihren Arm nahm und anschließend in die Wohnung trat. Aus der Küche kam ihr eine kleine zierliche Frau in Kapuzenpullover und Jeans entgegen, schloss sie wortlos in die Arme, während ihr ein kleiner schmaler Mann nachfolgte, welcher schüchtern im Hintergrund blieb. Er wirkte ein wenig hilflos in diesem Moment.
    
    „It's so nice to be able to hug you", flüsterte Jeane.
    
    Maya ging in die Hocke, nach wie vor das kleine blonde Mädchen in ihren Armen haltend. Dann umarmte sie noch zusätzlich die Sängerin.
    
    „You are crazy! How long have you been travelling?"
    
    Jeane erzählte, dass sie acht Stunden unterwegs gewesen waren und dass sie bis zum Montag bei Manfred unterkommen würden. Sie wollte in Ruhe Tim die Stadt ...
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