1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... heran, umarmte sie und überreichte ihr im Namen ihrer Familie einen Umschlag. „Du hast so unglaubliche Geschenke bekommen, Türmchen, dass wir da nicht mithalten werden, aber ich hoffe, du und Sascha habt trotzdem Spaß daran."
    
    „Ein Musical? Wow! Wie geil!" Maya freute sich riesig. „Das ist total krass. Ich habe davon gelesen! Es soll großartig sein."
    
    Sascha wirkte in diesem Moment etwas verloren. Er hatte nie besonderes Interesse an so etwas gezeigt. „Keine Sorge, du Doofmann, ich gehe dann mit Saskia hin."
    
    Saskia machte große Augen. „Ehrlich?"
    
    Maya nickte. „Mit Hevi wird das wahrscheinlich nichts mehr, bei der sieht man jetzt schon etwas. Keine Ahnung, ob ihr da ein Musical so guttun würde."
    
    „Wer ist das? So einen Namen habe ich noch nie gehört?"
    
    „Sie ist meine beste Freundin. Du wirst sie später noch kennenlernen."
    
    Eine halbe Stunde später machten sich Sascha, Maya und Saskia auf den Weg. Sie liefen zur Boutique Nadjas, gaben den Code am Zugangssystem des Rolltores ein und sahen schon einen schwarzgoldenen Van auf einem der Parkplätze stehen. Er war nicht klein und bot offensichtlich viel Platz. Auf dem Heck und an der Seite waren diskrete Werbebotschaften Nadjas zu sehen, die aber nicht aufdringlich wirkten.
    
    „Schau dir die Felgen an! Die sehen ja mal edel aus", staunte Sascha, während er um den Wagen herumging. „Das ist eine endgeile Karre! Mein Gott! Wir haben ein eigenes Auto, Schatz! Mit Tankkarte! Was glaubst du, wird Marlene Augen machen? Das ...
    ... Einzige, was Klaus und Rosa zu ihrer Mobilität beigetragen haben, war ein Hollandrad vor zwei Jahren zu Weihnachten."
    
    Er hob den Autoschlüssel und entriegelte damit die Türen. Dann stellte er sich neben Maya und lächelte. „Also Köln! Das mit dem Stau befürchte ich auch. Aber wie geil das ist, oder? Wenn es der Abi-Kurs zulässt, kann ich auch unter der Woche zu dir." Er zog die Seitentür auf. Es gab keinen Beifahrersitz, dafür aber zwei getrennte Sitze in der zweiten Reihe.
    
    Maya lächelte. Spätestens jetzt wusste sie, dass vor allem an sie gedacht worden war bei dieser Anschaffung. Unglaublich. Das war ein Neuwagen! Wie viel Geld hatte er gekostet? Wie sollte sie sich erkenntlich zeigen? „Komm! Lasst uns fahren!" Sascha war längst eingestiegen und hatte den Motor gestartet. „Ist ein Hybrid, der geht bestimmt ab wie Schmidts Katze. Wow! Der hat eine Rückfahrkamera!", zeigte er sich begeistert. „Das ist nicht dein Geburtstag, Türmchen! Das ist meiner." Er lachte.
    
    Maya stieg ein, während Saskia es ihr auf der anderen Seite gleichtat. Es war unglaublich. Noch nie in ihrem Leben war sie so reich beschenkt worden. Dabei dachte sie nicht nur an das Auto, sondern vor allem an den Ring. Wie viel Liebe in diesem kleinen Schmuckstück steckte! Nachdenklich betrachtete sie ihren Finger, an dem das Kleinod steckte.
    
    Sie machten sich auf den Weg. Sascha war ein sicherer Autofahrer. Er fuhr zwar nicht so umsichtig wie Manfred, aber der war auch in allem übervorsichtig. So kamen sie ...
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