1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Weisheit und auch sonst ganz famos. Auch wenn ich es manchmal bereue und nur die besten Absichten beteure, wohnt in ihm ein Monster, ein fetter Trieb, mit dem ich jede Frau, die nicht bei drei auf den Bäumen ist, zwischen ihren Schenkeln lieb, bis sie wund ist."
    
    Ein Stöhnen ging durch die Menge, dann war Jeane dran und so ging es dann fast eine Viertelstunde lang. Die beiden beharkten sich mit so viel Inbrunst in der jeweiligen Sprache, dass bei den Zuschauern kein Auge trocken blieb.
    
    Jeane konnte wirklich rappen und schien Can immer mehr zu imponieren, aber auch umgekehrt war das der Fall. Die beiden fanden wirklich einen Bezug zueinander.
    
    Maya wurde es warm ums Herz. Der Große hatte nicht nur sie aus einer miesen Stimmung geholt, sondern ganz offensichtlich auch ihre berühmte Freundin. Beide wirkten ausgelassen und glücklich in diesem Moment, ließen die Rampensau raushängen und ernteten gemeinsam den Jubel ab, der ihnen völlig zu Recht zuteil wurde.
    
    Dabei gab sich Can geschlagen, hob Jeane behutsam von ihrem Stuhl herunter, stellte sie umsichtig auf ihre Beine und küsste sie auf die Wange. Sie quietschte auf und küsste ihn auf seinen Mund zurück, während sie ihn umarmte. Was ein dumpfes Raunen zur Folge hatte. Maya aber hatte ihren lieben Freund das erste Mal völlig verblüfft und unsicher gesehen. Er war überwältigt von dieser Geste. Jeane! Meisterin der großen Gesten. So klein, wie sie war, ist sie eine Gigantin im Wecken von Gefühlen, im Ernten von ...
    ... Sympathien, ständig getrieben von dem Wunsch, jemandem eine Freude machen zu wollen.
    
    Maya und Hevi mussten mit ihr zusammen noch einmal „I am a Superwoman" singen, worauf alle Frauen sich daran beteiligten und zusammen sangen und tanzten, dann war Saskia dran. Sandras Tochter tanzte und sang mit der Kanadierin fast eine Stunde lang und schien sie dabei mühelos im Gesang und Tanz zu spiegeln.
    
    Danach wurde es ruhiger. Jeane und Can unterhielten sich trotz einiger Sprachhindernisse und suchten in einem anderen Raum Ruhe. Maya knutschte mit ihrem Sascha, Marlene und Thomas tanzten eng umschlungen zu ein paar ruhigen Titeln, Zeynep und Peggy schminkten zusammen Serkans Gesicht, während Derya und Mehmet am DJ-Pult standen und gemeinsam auflegten.
    
    Es klingelte. Manfred kam mit einer großen Frau und einem deutlich kleineren Mann zurück. „Jenny und Jacque!" Maya hatte gar nicht mehr an sie gedacht. Sofort ließ sie von ihrem Freund ab, trat an die große Frau heran und umarmte sie freudig.
    
    „Es ist so schön, dass ihr es geschafft habt. Danke!"
    
    Jenny winkte ab. „Was redest du? Wir haben schon unten auf der Straße gehört, was in diesem Haus abgeht. Ihr könnt für diese Stimmung gerne von uns Eintritt verlangen. Das knallt ja mal richtig."
    
    Jacque sah sich schüchtern um, hob seine Hand und umarmte schließlich auch Maya. Sie hatten sich schon einmal bei einem gemeinsamen Abend kennengelernt. Doch war es zu einem weiteren Kontakt seitdem nicht gekommen. Trotzdem sie öfters miteinander ...
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