1. Die Geschichte der Maya Klein Ende


    Datum: 11.09.2026, Kategorien: Romane und Novellen,

    ... Hirnschiss stänkern zu lassen. Ich habe Serkan gesagt, dass es zu viel wäre. Aber er wollte nichts davon wissen."
    
    Maya kam zu Can herüber, stellte sich neben ihn und überblickte das Mischpult und die beiden Controlpanel mit dem Laptop. Sie brauchte nicht lange überlegen, woher die Jungs die Anlagen besorgt haben könnten, es befanden sich Swordbladeaufkleber auf den Geräten.
    
    „Augen zu und einfach zuhören! Mehr braucht es nicht. Schade, dass Kiffen und Saufen bei dir nichts macht, heute wäre es mal ganz gut gewesen." Er hob seinen mächtigen Arm auf ihre Schulter und stieß mit seiner Hüfte gegen den Rand ihres Oberschenkels.
    
    Can war vielleicht der einzige Mensch, den sie kannte, der es vermochte, sie aus dieser belastenden Stimmung herauszulösen. Bis gerade hatte sie sich von ihrem Körper erdrückt gefühlt. Hatte es nicht geschafft, hinter ihm hervorzutreten. Der Freund hingegen machte sich aus all dem nichts und lebte in seiner eigenen Welt, in der er nur Menschen zuließ, die er darin haben wollte. Familie und Freunde warfen ihm das oft vor, doch Maya beneidete ihn darum, so zu sein. Can war der glücklichste Mensch, den sie kannte.
    
    Es half! Maya tanzte, fühlte Wärme in sich, bekam wenigstens für eine halbe Stunde ihren Sascha an die Seite, tanzte mit ihm wie damals in der Disko und drehte sich verwundert um, als plötzlich die Musik aufhörte. Ihr erster Gedanke war „Bitte nicht!".
    
    Doch es schien diesmal nicht um sie zu gehen. Jeane zog Can auf die Bühne, blickte ...
    ... zu dem riesigen Mann an ihrer Seite auf und forderte ihn unter einem lachenden Publikum zum Battlerap heraus.
    
    Can zeigte sich für den Moment sprachlos, dann trommelte er mit seinen Fäusten auf seiner mächtigen Brust herum, sah auf sie herunter und blickte sie grimmig an. „Du willst es wissen? Wirklich wissen?" Er beugte sich zu ihr hinunter. „Gut! Du wirst es sehen und gleich weinend nach Hause gehen!"
    
    Die jungen Leute klatschten, pfiffen in ihre Finger, während Serkan und Mehmet sich dazustellten und damit begannen, den Grundtakt durch Beatboxen zum Besten zu geben. Handykameras richteten sich auf den Hünen und den Weltstar.
    
    Jeane stellte sich in Positur, blickte Can von unten nach oben an und fing dann an zu lachen.
    
    Dann rappte sie über sein Gesicht, welches sich hinter einem Bart verstecken muss, einen Körper so groß und stark, doch der Geist im Gorillaschädel wäre klein und zart. Ein Häschen gleich versteckt er sich hinter Muskeln und Schmuck, während er zu mir heraufsieht und ängstlich zuckt.
    
    Mit den letzten Worten stieg sie unter der lachenden Menge auf einen Stuhl, um mit ihm auf Augenhöhe zu kommen.
    
    „Entschuldigen Sie, Madame, dass ich unter Ihren Worten nur müde lächle und mir gelangweilt Ihren Parfümduft zufächle", Can hob seine Augenbrauen und zeigte eine gestelzte Positur, in der er eine arrogante Frau nachmachte. „Mein Kopf ist groß? Einem Gorilla gleich? Mag sein, doch der Verstand darin nicht nur klein und zart, sondern auch reich an Gefühl, an ...
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