1. Der gebrochene Deal


    Datum: 18.09.2026, Kategorien: Ehebruch

    ... nur mit dem Kopf.
    
    "Was ist an den Sachen von gestern, aber auch von davor nicht zu verstehen. Was ist mit der Absprache, dass es nur zu Intimitäten kommt, du nur mit dem Chef fickst, wenn dein Mann dabei ist und ebenfalls eine andere Frau im Arm hat. Von deinen Partys mit Moritz war nie die Rede bei diesem abgepressten Deal. Und gestern mit drei Kerlen. Du solltest dich schämen. Eine fünfundvierzigjährige Ehefrau und Mutter, lässt sich von drei Kerlen, die fast ihre Kinder sein könnten, so anmachen. Und dann noch in einem Cafe, einem vollen Cafe. Das dann Folgende in der billigen Absteige will ich nicht kommentieren."
    
    Jetzt ist Clara nicht mehr weiß, jetzt ist ihr Gesicht verzehrt. Ich kenne meine Tochter. Sie ist kurz vor dem Ausrasten, kurz vor einem ihrer zwar seltenen, aber gefürchteten Wutanfälle.
    
    Die Tür geht auf und Hannes steht in der Tür. "Clara, Schätzchen, du gehst bitte in dein Zimmer und packst deine letzten Sachen. Ich will Morgen Früh zeitig starten. Sag deiner Mutter schon heute auf Wiedersehen. Morgen Früh schafft sie das wohl nicht."
    
    Hannes sieht blass aus und an seiner Stimme höre ich, dass er sich sehr zusammen reißt. Und Clara setzt noch einen drauf und ich wusste es. Sie wird nicht klein beigeben. Sie ist ein starkes Mädchen, eine starke junge Frau.
    
    "Von wem soll ich mich verabschieden? Eine Mutter habe ich doch schon lange Zeit nicht mehr. Wen hat es interessiert, wie mein Abi ausfiel, nur du hast mit mir gelernt, nur du warst bei der ...
    ... Feier da. Die Frau, die mich zwar geboren hat, hat doch irgendwann vergessen, dass sie eine Tochter hat. Wer hat für uns, für meinen Bruder und mich eine kleine Wohnung gesucht, sie mit seinen Freunden renoviert, während meine angebliche Mutter feiern war. Morgen bringst du mich nach Berlin, wo Jim schon wartet. Und ich hoffe, hoffe sehr, dass du endlich die Kraft findest, diese Frau zu verlassen. Die ersten richtigen Schritte bist du ja schon gegangen. Papa, wir warten auf dich. Jim und ich, wir lieben dich sehr. Von wem soll ich mich also verabschieden? Ich bin so froh, dass ich bald weit weg bin. Nicht mehr die mitleidigen Blicke meiner Klassenkameraden sehen muss, nicht mehr die unausgesprochene Frage hören bzw sehen muss, ob ich wie meine Mutter bin. Also von wem?"
    
    Clara dreht sich zu meinem Mann und flüstert leise.
    
    "Ich gehe ja schon. Kommst du bitte nachher zu mir, Paps."
    
    Dann ist sie weg und ich sitze da und weiß nicht, was ich sagen soll. Meine Tochter hasst mich und sofort weiß ich, dass Jim, mein Sohn, es auch macht. Auch er hasst seine Mutter. Mir wird klar, warum er schon so lange nicht mehr zu Hause war. Es trifft mich wie ein Schlag mit der Keule. Ich habe mir eingeredet, dass meine Abende von dem Deal mit meinem Mann gedeckt waren und bin immer tiefer in den Sumpf geraten.
    
    Hannes sag Nichts, dreht sich auch um und seine Stimme ist kalt, eiskalt.
    
    "Wir lassen dich schlafen. Kommst ja bestimmt erst spät oder soll ich sagen früh nach Hause. So wie ...
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