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Der gebrochene Deal
Datum: 18.09.2026, Kategorien: Ehebruch
... helfe auch die sonst erfüllten Aufgaben nicht. In einer für mich in letzter Zeit ungewöhnlichen Aufmachung, ungeschminkt und in Schlappersachen, gehe ich in die Küche, sehe, dass im Kühlschrank noch mindestens eine Portion Spaghetti Bolognese steht. Sicher hat Clara gekocht und ich gehe zögernd zu ihrem Zimmer. Sie packt wohl gerade ihre letzten Sachen ein und ist schon fast fertig für die Nacht. Leise und vorsichtig klopfe ich an den Türrahmen und sehe in ihr erstauntes Gesicht. Mir fällt auf, dass sie mir immer ähnlicher wird. Fast die gleiche Größe, die schlanke wohlgeformte Gestalt, etwas weniger Busen und auch ihr Po ist ein wenig kleiner als meiner, aber sie hat ja auch rund 20 Jahre weniger auf den Schultern und auch noch keine Kinder geboren. Sogar ihr Näschen hat sie von mir. Ihre blauen Augen blitzen. Sie sagt aber nichts. "Clara, darf ich die Spaghetti aus dem Kühlschrank essen?" "Was willst du? Die Spaghetti essen? Haben deine Stecher keine Zeit, sind alle Clubs geschlossen? Seit wann bist du am Wochenende denn Abends zu Hause. Aber du musst nicht mich fragen, Papa hat gekocht." Sie hat sich schon wieder umgedreht und packt weiter. "Danke. Auch wenn du es nicht hören willst, ich wünsche dir viel Erfolg in Berlin, viel Erfolg beim Studium und viel Glück im Leben. Mach bitte nie solche Fehler wie ich. Bitte entschuldige die Störung." Johannes, mein Mann, sitzt in seinem Zimmer, in das ich ihn vor vielen Monaten, vor fast einem Jahr verbannt ...
... habe und liest in einer Fachzeitschrift. Ein Glas Saft steht auf dem kleinen Tisch neben dem Sessel, den er aus dem Wohnzimmer in sein Zimmer geholt hat. Daneben liegt ein Abenteuerroman seines Lieblingsautor. Einen Fernseher hat er nicht in seinem Zimmer, nur die Computeranlage mit den zwei Bildschirmen, die aber schwarz sind. Er schaut ebenso wie meine Tochter erstaunt auf, als ich leise eintrete. "Hannes, kann ich die Spaghetti aus dem Kühlschrank essen? Oder sind sie für jemanden Anderes." Seine Antwort ist nicht so scharf wie die meiner Tochter. "Sicher. Ich kann mich immer noch nicht daran gewöhnen, weniger zu kochen. Mach sie dir warm." "Können wir nicht doch noch mal reden, noch mal miteinander reden. Ich brauche Gewissheit, muss wissen, wie es mit uns, mit uns beiden weiter geht." "Lilo, was erwartest du von mir. Ich habe nie, ja gut, einmal gegen unsere Regeln verstoßen und das auch noch vor unserer Absprache. Du hast es nicht nur fürchterlich übertrieben, mich zum Gespött der Stadt gemacht und jetzt willst du reden. Worüber reden, über die Scheidung, die Bedingungen des Trennungsjahrs oder über was?" Er sah mich mit seinen braunen Augen an und ich erkannte den Schmerz darin. Wusste ganz genau, dass ich ihm den Schmerz, die Schmerzen zugefügt hatte und kam mir plötzlich so erbärmlich vor. Eine geile Schlampe, ein sexsüchtiges Monster. "Verzeih mir, bitte sage mir, was du willst. Ich akzeptiere alles." Ich konnte nicht mehr, drehte mich um und ...