1. Das Refugium Teil 3 - Kapitel 16


    Datum: 18.09.2026, Kategorien: Erotische Vereinigung,

    ... herablassender Langsamkeit tatsächlich ebenfalls die Hand, und Manfred führte sie in die dunklen Tiefen des Raums, ins eigentliche Allerheiligste. Bei jedem Schritt flammten längs des Weges aufgestellte Fackeln auf. Je mehr brannten, desto deutlicher schälte sich die Einrichtung aus der Dunkelheit.
    
    Das Ambiente war tatsächlich königlich. Abgehängte Gobelins und eine aus einem riesigen Baldachin bestehende Decke schufen einen geschützten Raum, der angenehm temperiert war. In allen vier Ecken aufgestellte Fackeln gaben dem Traumzimmer eine exotische, warme Note und tauchten es in geheimnisvolles Licht. Die Luft war geschwängert von edlen Düften, Martha erkannte Sandelholz, Kardamom und Weihrauch.
    
    Das Gemach wurde beherrscht vom Bettgestell, diesmal aus poliertem Holz, das, reich mit Überwürfen und Kissen aus seidigen Stoffen belegt, unwiderstehlich einladend aussah. Am beeindruckendsten war aber der verschwenderische Umgang mit goldenen Verzierungen, die einer königlichen Bettwäsche würdig waren. Martha ließ ihre Hand prüfend über den kühlen Stoff gleiten, war das etwa echte Seide? Ihr stockte einen Moment der Atem über so viel ungewohnten Luxus und sie konnte nicht anders, als sich zu wünschen, sich baldmöglichst inmitten dieses Prunkbettes in den Kissen zu räkeln. Aber sie blieb, einen Rest Stolz bewahrend, unschlüssig stehen.
    
    „Magst du nicht Platz nehmen?" Manfred wies einladend auf den Pfuhl.
    
    „Und dann schmeißt du dich auf mich und vögelst mich?"
    
    „Martha, du ...
    ... unterschätzt mich noch immer. Im Moment ist es mein einziger Wunsch, dich zufriedenzustellen. Wir haben alle Zeit der Welt. Ich könnte dich beispielsweise massieren. Ich würde liebend gerne mein Bestes geben, dir die Entspannung zu schenken, die du brauchst."
    
    Martha fasste einen Entschluss, der ihr angesichts des sehnsüchtigen Pochens in ihrer Muschi leichter fiel als gedacht.
    
    „Na gut. Umdrehen."
    
    Manfred gehorchte, wenn auch widerwillig. Martha legte ihre Krone auf einer Ablage neben dem Bett ab, zog sich das teure Kleid mit einer schlängelnden Bewegung über den Kopf, warf es achtlos zu Boden und ließ sich, nur noch mit den Perlenketten bekleidet, übermütig mitten in die Kissen fallen. Was für ein Genuss verglichen mit den schlichten Betten, die sie gewohnt war. Martha seufzte wohlig auf und genoss die Berührung der edlen Stoffe auf ihrer nackten Haut. Sie drehte sich auf den Bauch und schlenkerte ungeduldig mit den Beinen.
    
    „Dann leg mal los, zeig, was du kannst."
    
    Manfred ließ sich das nicht zweimal sagen, öffnete einen neben dem Bett bereitgestellten Schilfkorb und entnahm mehrere kleine Tiegel, die er auf dem breiten Rand des Bettes aufreihte. Dabei bekam er zum ersten Mal die Gelegenheit, Marthas appetitliche Kehrseite genauer zu betrachten. Er leckte sich genießerisch die Lippen.
    
    Marthas rotes Haar fiel als glänzende, brandrote Lohe auf schneeweißer Haut zwischen ihren Schulterblättern hindurch über ihren geraden Rücken hinab. Einer hinreißend schmalen ...
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