1. Marlen macht einen Fehler


    Datum: 20.09.2026, Kategorien: Reif

    ... haben wir uns doch nur geküsst." Ich lächelte ihn an, ein leichtes Gefühl der Freude mischte sich mit einer schuldhaften Aufregung.
    
    Dann bemerkte ich die Beamten. Mein Blick wanderte von Horst zu den Uniformen, die im Raum standen. Was taten die hier? Ein Schauer lief mir über den Rücken. Ich spürte, wie der Alkoholpegel in meinem Körper schlagartig sank. Und dann drehte ich mich um.
    
    Da stand er. Max. Sein Gesicht war eine Maske aus unleserlichen Gefühlen. Er lächelte die Beamten an, ein kaltes, distanziertes Lächeln. "Entschuldigen Sie vielmals den falschen Alarm", sagte er, seine Stimme war ruhig, fast zu ruhig.
    
    "Ich konnte ja nicht ahnen, dass meine Frau eine Affäre hätte." Meine Augen weiteten sich vor Schock. Affäre? Was redete er da?
    
    Er nickte den Beamten zu, eine Geste der Entlassung. Dann entschuldigte er sich bei Horst für die nächtliche Störung. Horst wollte etwas erwidern, aber er schien wie erstarrt. Er war nicht in der Lage, etwas aufzunehmen, geschweige denn zu reagieren. Selbst auf meinen Aufschrei reagierte er nicht.
    
    In diesem Moment wurde mir glasklar, was gerade passiert war. Die verlockende Einladung, der intime Moment, der Kuss - und Max' Anwesenheit. Die Realität traf mich wie ein Schlag. Ich wollte zu meinem Mann, zu Max.
    
    Ich wollte ihm alles erklären, ihn um Verzeihung bitten, ihm sagen, dass es nicht so war, wie es aussah. Ich wollte ihm sagen, dass der Kuss ein Fehler war, ein Moment der Schwäche, aber keine Affäre.
    
    Doch als ...
    ... ich mich aufrichten wollte, um ihm nachzulaufen, stellte ich fest, dass ich nackt war. Meine Kleidung lag irgendwo verstreut auf dem Boden. Die Erkenntnis war wie ein weiterer Schlag. Ich konnte ihm nicht nachlaufen, nicht so.
    
    Die Scham und die Verzweiflung überrollten mich. Max ging. Und ich lag nackt in einem fremden Bett, in einem fremden Haus, und sah zu, wie meine Welt auseinanderfiel.
    
    Ich lag da, nackt, in diesem fremden Bett, in diesem fremden Haus, und sah Max gehen. Die Tür schloss sich hinter ihm, und ich hörte seine Schritte, die sich entfernten. Die Welt drehte sich. Es war, als hätte mich jemand mit kaltem Wasser übergossen. Die Beamten guckten mich an, ihre Blicke durchbohrten mich. Ich fühlte mich wie eine Nutte auf dem Straßenstrich.
    
    Mir war klar, was sie dachten: Eine junge Ehefrau, deren Mann sich so um sie sorgt, und sie hat nichts Besseres zu tun, als einen reichen Schnösel zu ficken. So gedemütigt habe ich mich noch nie gefühlt. Jeder Blick, jedes Nicken der Beamten war ein Stich in mein Herz. Ich wollte im Erdboden versinken.
    
    Als die Beamten endlich gegangen waren, herrschte eine erdrückende Stille. Ich blickte zu Horst, der immer noch halb im Schockzustand zu sein schien. "Warum bin ich nackt?", fragte ich, meine Stimme war kaum mehr als ein Flüstern, die Frage war voller Verzweiflung und Unglauben.
    
    Horst sah mich an, seine Augen waren leer. "Ich wollte dir nur aus dem Kleid helfen", begann er leise, seine Stimme war rau. "Aber du hast ...
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